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Kurzinfo
Der Weg zur Quelle
von Christian Montillon






16. Mai 2006

Klaus N. Frick empfiehlt:
Historischer Grusel-Roman eines ATLAN-Autoren

 
Den Lesern dieser Besprechung dürfte  Christian Montillon vor allem als Schöpfer fantasiereicher und spannender ATLAN-Romane bekannt geworden sein. Er gehört aber seit einiger Zeit auch zu den wichtigsten Autoren der »Professor Zamorra«-Heftromanserie, die einen einzigartigen Stil-Mix aus Grusel und Fantasy sowie einer leichten Prise Science Fiction präsentiert.

Im Rahmen der »Zamorra«-Bücher, die als Hardcover mit Schutzumschlag im  Zaubermond-Verlag erscheinen, kam im letzten Sommer bereits der von  Christian Montillon geschriebene Band »Der Weg zur Quelle« auf den Markt. Der Roman ist im historischen Umfeld angesiedelt, bietet in klassisches Grusel-Abenteuer und spielt gleichzeitig mit Motiven der PERRY RHODAN-Serie - auch das ein durchaus origineller Stil-Mix, der zudem sehr unterhaltsam präsentiert wird.

Die Handlung setzt im 13. Jahrhundert ein: Der junge Adelige Arthur ist ein Dämonenjäger, einer der wenigen seiner Zeit. Als man ihm mitteilt, dass er einer der mysteriösen Auserwählten ist, denen der Weg zur Quelle des Lebens und damit zur Unsterblichkeit offen steht, verändert sich sein Leben grundlegend. Was bisher nur eine Abfolge einzelner Kämpfe war, wird zu einer Auseinandersetzung mit einem alten Freund und zur Konfrontation mit seinen eigenen Ängsten.

In Montillons Roman treiben kurze, durchaus dem Heftroman angepasste Dialoge sowie prägnante Beschreibungen die Handlung rasch voran. Das Bild des Mittelalters, das der Autor schafft, bleibt glaubhaft, während die Dämonen und Untoten nicht als Groteske auftreten, sondern als konkrete Bedrohung. Hier hat  Christian Montillon sauber gearbeitet.

Ich habe mich bei der Lektüre des Romans gut unterhalten. Vorkenntnisse der Heftromanserie »Professor Zamorra« sind nicht nötig, um der Handlung zu folgen, da auf typische Erkenntnisse dieser Serie nur am Rande verwiesen wird. Spannender ist, einfach der Jagd nach der Unsterblichkeit zu folgen und den adeligen Helden auf seiner Suche zu begleiten.

Gleich an zwei Stellen zieht der Autor übrigens seinen Hut vor der PERRY RHODAN-Serie. So zitiert er zu Beginn  William Voltz aus seinem Vorwort zum ersten PERRY RHODAN-Silberband: »In kosmischen Zeitmaßstäben gesehen, währt das Leben eines Menschen eine Millisekunde, und selbst die Dauer der gesamten menschlichen Existenz beträgt unter diesen Aspekten nicht mehr als einige Augenblicke.«

Im Verlauf des Romans, der sich letztlich ja mit dem PERRY RHODAN-Thema schlechthin beschäftigt, der Jagd nach der Unsterblichkeit, jongliert der Autor darüber hinaus mit der Dritten Ultimaten Frage: »Wer hat das Gesetz gemacht? Und weshalb? Was bewirkt es?« Für den »Professor Zamorra«-Stammleser sind dies möglicherweise Hinweise, die er überliest, für einen Freund der größten SF-Serie der Welt aber eindeutige Verweise darauf, wie sehr Christian Montillon »seinen« ATLAN und »seinen« PERRY RHODAN schätzt.

Sehr schön!

Das Buch ist übrigens nicht im regulären Buchhandel zu erhalten, sondern nur über diverse Versender, auf Cons oder direkt beim  Zaubermond-Verlag.

 Klaus N. Frick