18. September 2006
An einem der schönen warmen Abende in diesem Juli 2006: Wir sitzen mit einigen Bekannten im Garten, und der kleine Sohn unserer Nachbarn stolpert verträumt über die Wiese. Nach einigen Minuten kommt er zu seinem Vater zurück und fragt diesen etwas, das ich nicht verstehe - ich bin anderweitig abgelenkt.
Der Vater grinst, stößt mich an und sagt: »Du bist doch der Weltraum- und Stern-Experte, Klaus. Mein Sohn hat eine Frage.« Ich füge mich in mein Schicksal, stelle aber sehr schnell fest, dass ich keine exakte Antwort weiß: Der Kleine will nämlich die Namen irgendwelcher Sterne wissen. Und ich, der ich gerade einmal den Großen Wagen und den Polarstern einigermaßen benennen kann, fühle mich auf einmal etwas blamiert.
Hätte ich nur zu diesem Gespräch bereits das Buch »Der Sternenhimmel« in meinem Besitz gehabt, es möglichst auch schon gelesen! Ich hätte Bescheid gewusst, ich hätte dem Jungen genau sagen können, welcher Stern sich wo befindet, und ich hätte ihm vor allem mit der drehbaren Sternkarte alles genau erläutern können. Nun denn ...
Mittlerweile habe ich das Buch durchgearbeitet. In leicht verständlicher Sprache führt Robin Kerrod in die Geschichte der Astronomie ein, erläutert die Herkunft der einzelnen Sternbilder und zeigt, wie man sie am Himmel ausfindig machen kann. Detaillierte Zeichnungen stellen dar, wie sich der Sternhimmel beispielsweise im August auf der Nordhalbkugel präsentiert und wo die einzelnen Sterne stehen.
Für Science Fiction-Fans zusätzlich interessant: Der Autor verrät darüber hinaus, welche Sternhaufen, Galaxien oder herausragende Sterne man mit Hilfe eines Fernglases neben den Sternbildern sehen kann. Der Blick zur Sombrero-Galaxie (bei PERRY RHODAN bekannt als Gruelfin) oder nach M 87 (ein tolles Bild ist abgedruckt) oder auch zum Kugelsternhaufen Omega Centauri (bekannt aus der ATLAN-Serie) kann nun mit den Darstellungen in den Romanen verglichen werden.
Der Autor stellt nicht nur die Sternbilder vor, er erläutert auch die Unterschiede zwischen Nebeln, Kugelsternhaufen und Galaxien - für den Durchschnittsbürger sind diese Begriffe meist nicht auseinanderzuhalten. Er zeigt ebenso verschiedene Ansichten des Mondes und der Planeten des Sonnensystems, gibt Tipps zur Beobachtung der Sterne und zur Wahl des richtigen Teleskops. Ein absolut informatives Buch also.
Besonders wichtig: Wissenschaftliche Fakten werden so übermittelt, dass sie der interessierte Laie verstehen kann. Im Prinzip sollte ich also ein Exemplar des Buches meinem Nachbarn schenken, der seinem Sohn dann innerhalb kürzester Zeit mit Hilfe der extra beigelegten drehbaren Sternkarte alles selbst erläutern könnte. So einfach wäre das - aber ich bin sicher, dass ich auch beim nächsten Mal meine angeblichen Fachkenntnisse zur Schau stellen muss.
»Der Sternenhimmel« ist übrigens im Moewig-Verlag erschienen. Es hat einen Umfang von 160 reich bebilderten, durchgehend farbigen Seiten und das Format 26 mal 26 Zentimeter. Es kostet 19,95 Euro und kann unter der ISBN 3-8118-1806-6 in jeder Buchhandlung, bei
moewig.de oder bei amazon.de bestellt werden.
Freundlicherweise hat uns die Kollegin vom Buchverlag fünf Exemplare für ein Gewinnspiel zur Verfügung gestellt. Ihr müsst nur folgende Frage bis zum 8. Oktober 2006 richtig beantworten: In welchen zwei Gesellschaften ist Robin Kerrod Mitglied?
Hier geht es zum Gewinnspielformular.
Klaus N. Frick