4. Juli 2007
Das passiert, wenn man
Frank Böhmerts
Blog nicht regelmäßig liest: Man verpasst die Veröffentlichung des neuen Parkers! Aber nur fast. Herr Böhmert schreibt in solchen Fällen nämlich eMails, und ruckzuck hat man (äh Frau) ein Päckchen auf dem Schreibtisch.
Und dann passiert folgendes:
Klaus Frick sieht eine hüpfende Kollegin, die ihm strahlend verkündet, dass sie heute früher gehen muss, um den Abend mit Spenser auf der Couch zu verbringen. Chef guckt neidisch ob des Geschenks von
Frank Böhmert und geht in sein Büro.
Da ist er nun endlich, der zweite Spenser-Roman von Autor Robert B. Parker erschienen im Krimi-Verlag
Pendragon. Den ersten Spenser-Krimi hat mir Frank »einfach so« geschenkt (siehe meine
Empfehlung vom August 2006) und dies mal war er live daran beteiligt. Frank war nämlich so glücklich darüber, dass bisher in Deutschland unveröffentlichte Bücher seines Lieblings-Autors bei Pendragon veröffentlicht werden, dass er sich dem Verlag freiwillig als Übersetzer und Parker-Kenner angeboten hat. Und so kommt frau zu ihrem neuen Parker samt Widmung von
Frank Böhmert.
Doch nun zum Buch selbst:Der Privatdetektiv und ehemalige Polizist und Boxer Spenser wird von Lily Ellsworth angeheuert, die Unschuld ihres 17-jährigen Enkelsohnes Jared Clark zu beweisen. Das erweist sich als schwierige Aufgabe: Jared hat nämlich gestanden, mit seinem Freund Wendell Grant das Schulmassaker angerichtet zu haben, bei dem mehrere Schüler und Lehrer getötet und verletzt wurden. Für Spenser ist bald klar, dass Jared schuldig ist. Was ihn aber stutzig werden lässt, ist die Tatsache, dass sich niemand, weder Eltern noch Polizei, für das »warum« interessiert.
Spenser lässt wie üblich nicht locker, auch nachdem eine Zeugin stirbt und ihm seine Auftraggeberin den Fall entzieht. Spenser kann Jared zwar nicht entlasten findet aber die Wahrheit hinter der Mauer des Schweigens.
Frank hatte mir berichtet, dass er versucht hat, den schnellen Erzählstil von Parker auch in die deutsche Übersetzung hinüber zu retten. Und das ist ihm gelungen! Die Spenser-Romane sind meist nicht sehr actionlastig, aber der Autor lässt einen trotzdem durch die Seiten hecheln. Apropos hecheln: Da Susan, Spensers Freundin, auf einem Kongress in North Caolina ist, muss er auf Pearl, Susans Hund, aufpassen. Und da sind wir bei dem Teil, der mir nicht so gefallen hat: Susan kommt erst auf den letzen Seiten in die Geschichte, und von Hawk, Spensers Freund und Helfer, ist weit und breit nichts zu lesen. Das ist das »Problem«, wenn man sich an Charaktere zu sehr gewöhnt und sie lieb gewonnen hat.
Alles Wissenswerte über Robert B. Parker findet ihr auf der
Parker-Homepage von Pendragon.
Herr Butkus vom Pendragon-Verlag hat uns freundlicherweise wieder eine
Leseprobe zur Verfügung gestellt UND drei Spenser-Romane zum Verlosen geschickt. Frage: In welcher Stadt lebt und arbeitet Spenser? Sendet Eure Antwort unter dem Stichwort 'Spenser' einfach per E-Mail an
gewinnspiel@perry-rhodan.net. Einsendeschluss ist der 1. August 2007.
Miriam Hofheinz