29. Januar 2008
Seit der
Splitter-Verlag vor über einem Jahr neu gegründet worden ist, sind mehrere Dutzend neuer Comics auf den Markt gekommen, die sich durch verschiedene Gemeinsamkeiten auszeichnen: Bei allen Büchern handelt es sich um wunderbare Hardcover-Alben, die sehr gut gedruckt und gestaltet sind.
Auch inhaltlich geht die Splitter-Mannschaft um den PERRY RHODAN-Zeichner
Dirk Schulz den richtigen Weg: Textlich wie zeichnerisch sind die Alben auf hohem Niveau angesiedelt. Vor allem aus dem frankobelgischen Raum konnten zahlreiche Comics lizenziert werden, über die sich nun der deutschsprachige Leser freuen darf.
Grund genug, in dieser Woche mal wieder Splitter-Comics vorzustellen. Jeden Tag präsentieren wir euch einen »Splitter-Tipp«, um euch auf einige der aktuellen Comics des Verlages hinzuweisen.
Generell lohnt sich jedoch, in der Comic-Buchhandlung zu stöbern oder die Splitter-Homepage durchzuschauen ...
Beeindruckendes SF-EposIn einer nicht näher definierten, aber weit entfernten Zukunft ist die Menschheit ein Teil der »Konföderation«, eines Zusammenschlusses von fast 800 Planeten. Menschen werden in diesem Bündnis kritisch beäugt, weil sie als unterentwickelt, kriegslüstern und gefährlich betrachtet werden - kein Wunder nach diversen Kriegen und Auseinandersetzungen zwischen ihnen und den Außenweltlern.
Kaleb Swany ist der erste menschliche Offizier der IDA, der Interweltlichen Diplomatischen Abteilung. Zusammen mit seiner Partnerin, der jungen Sandjarin Mezoke Izzua, muss er in einem Konflikt zwischen Menschen und stellaren Nachbarn vermitteln und gerät dabei mehrmals in Lebensgefahr ...
»Orbital« ist lupenreine Science Fiction, verpackt in eine grafisch beeindruckende Optik. Der Comic zeigt alles, was SF-Leser mögen: eine gigantische Raumstation, interstellare Verwicklungen, menschliche Kolonisten, Agenteneinsätze auf fremden Welten und knallige Action.
Gleich mit »Brüche«, dem ersten Band der Serie, bringt der Autor Sylvain Runberg eine SF-Story, die man sich auch gut in Romanform vorstellen könnte; dank der Zeichnungen von Serge Pellé gewinnt sie zusätzlich an Qualität. Raumschiffe und technische Ausrüstungen wirken oft gebraucht, sie sind nicht sauber und piekfein; auf dem Planeten regnet es häufig, und die Helden sind ebenso wie ihre Gegner keine strahlenden Helden. Texter und Autor schaffen es damit, »Orbital« sehr realitätsnah zu gestalten.
Das Hardcover-Album ist mit 112 Seiten sehr umfangreich geworden; der Preis von 22,80 Euro ist dafür absolut angemessen. Dieses Werk möchte ich auf jeden Fall allen Science-Fiction-Fans empfehlen, sie werden nicht enttäuscht sein. Mit Hilfe der ISBN 978-3-939823-49-0 kann »Orbital« in jedem Comic-Fachgeschäft oder in jeder Buchhandlung bestellt werden, ebenso gibt es das Buch natürlich bei Versendern wie Amazon.de.
Wer mehr wissen will, kann sich auf der Homepage des
Splitter-Verlages die ersten zehn Seiten des Comics anschauen, die dort als
Leseprobe veröffentlicht sind. Sie machen - so finde ich - sehr neugierig!
Klaus N. Frick