31. Juli 2006
Blicken wir mal zurück in die technischen Anfangszeiten unseres faszinierenden, rhodanschen Kosmos, so schleicht sich doch häufig ein Grinsen in unser Bewußtsein: Rechenknechte - riesengroß - mit Lochstreifen gefüttert; mobile Kommunikationsgeräte - klobig und affenschwer. Nein, die werten Vordenker der Serie konnten die Revolution der Desktoprechner nicht voraussehen, geschweige denn Laptops und mobile Telephonie im Miniformat. Nun, Tatsache ist, daß wir - viel früher als in der Serie vorausgesagt - in einer multimedialen Informationsgesellschaft angekommen sind. Nur hier beginnen die »Stimmen der Qual« der Wahl.Das Problem ist hinlänglich bekannt: Jeder Anwender muß gleich ein gutes Dutzend verschiedener Tools einsetzen, um alle wichtigen Multimedia-Funktionen abdecken zu können. Und hier haben wir die Mediapiraten für Euch ausfindig gemacht. Hier stecken alle Module unter der gleichen Oberfläche. Auch als RSS-Reader stechen die Mediapiraten gerne in See.
Wer liest denn noch Zeitungen, die auf Papier gedruckt werden? Die sind doch bereits von gestern, kaum, daß die Tinte getrocknet ist. Die Info-Elite von morgen surft stattdessen schon heute im Internet. Jede Tageszeitung und jedes Nachrichtenmagazin von Bedeutung veröffentlicht die aktuellen Nachrichten schließlich auch direkt im Internet. Ein Computer, ein Internet-Anschluß, ein Web-Browser: Mehr braucht es nicht, um stets auf den Punkt informiert zu sein.
Ein Problem bleibt aber doch noch: Es dauert auch im Internet viel zu lange, um sich schlau zu machen. Schließlich muß jede Web-Seite manuell aufgerufen werden - eine nach der anderen. Und dabei steht noch nicht einmal fest, ob auf der Seite auch tatsächlich neue Nachrichten zur Verfügung stehen. Immer Top informiert und dabei keine Sekunde Zeit verlieren: Sich schlau machen kann so einfach sein. Alle großen Nachrichtenseiten unterhalten einen so genannten RSS-Feed. Der läßt sich kostenfrei abonnieren - mit den Mediapiraten. Fortan lassen sich alle neuen Schlagzeilen der observierten Web-Seiten zentral im Mediapiraten einsehen. Und zwar alle auf einmal.
Die Mediapiraten ersparen ihren Anwendern sogar das Zusammentragen der RSS-Feeds. Im eigenen RSS-Verzeichnis sind sie alle schon eingetragen, die Feeds von heise-online, von ComputerBILD, vom Handelsblatt, von Stern.de, Focus.de und Spiegel.de, vom FAZ.net, von Bild T-Online und von der ZEIT. Viele weitere RSS-Feeds stammen aus Bereichen wie Business, Hobbies, Kultur, Reisen, Shopping, Sport oder Unterhaltung.
Ganz egal, wo die eigenen Interessen liegen - die Mediapiraten liefern die passenden Nachrichten. Zur besseren Übersicht teilt das RSS-Verzeichnis seine Feeds nicht nur in die thematisch gebundenen Kategorien ein, sondern bündelt auch die zuletzt aufgerufenen oder die häufig verwendeten Feeds. Der eigene Lieblings-Feed läßt sich auf einen separaten Nachrichtenticker legen. Dieser zeigt die aktuellen Schlagzeilen in einer schmalen Leiste an, die sich permanent an beliebiger Stelle auf den Bildschirm kleben läßt. Erweckt eine Schlagzeile das Interesse des Anwenders, reicht ein Mausklick aus, um die vollständige Nachricht zu lesen.
Im bullaugenrunden Programmfenster der Mediapiraten stehen viele Multimedia-Module zum kostenlosen Abruf bereit. Das Fernsehmodul ist aber sicherlich eins der interessantesten. Sobald ein DVB-T-Empfänger am Rechner erkannt ist, starten die Mediapiraten das Fernsehen am PC-Bildschirm. Per Mausklick schaltet der Benutzer durch die einzelnen Kanäle und schaut sich so den neuen Tatort auf der Rückreise von einem Geschäftstermin im Zug an, oder packt sich die Sportsendung beim Arbeiten in Excel einfach in ein Fenster am oberen Bildschirmrand.
Der Clou: Dank der Mediapiraten verwandelt sich der Computer auch gleich noch in einen Videorekorder, der einzelne Sendungen aus dem DVB-T-Fernsehen mitschneidet und die Aufnahmen auf der Festplatte ablegt. Noch während die Aufnahme läuft, kann sie sich der Anwender dank Time-Shift bereits anschauen.
Noch besser: Die Mediapiraten kennen auch zahlreiche TV-Stationen aus aller Welt, die ihr Programm über das Internet ausstrahlen. Sie können auch ohne DVB-T-Empfänger abgerufen und angesehen werden. Allerdings ist hierbei dann eine aktive Internet-Verbindung nötig.
Eine digitale Fernsehzeitung macht dann auch noch den Kauf einer klassischen TV-Zeitung überflüssig. Das Modul übernimmt das Programm der kommenden Tage und Wochen direkt aus dem Internet. Passend zu über 70 Sendern inklusive Premiere läßt sich dann das Programm des Tages auf den Bildschirm holen. Zu jeder Sendung hält die digitale TV-Zeitung umfassende Informationen bereit, die sich per Mausklick abrufen lassen.
Die digitale Fernsehzeitung weist auch einige ganz konkrete Vorteile gegenüber der gedruckten Ausgabe auf. So erinnert sie gerne an besonders wichtige Sendungen, so daß sie nicht in Vergessenheit geraten. Möglich ist es auch, nach einer Sendung zu suchen, uninteressante Sender auszublenden oder sich gezielt die Sendungen zeigen zu lassen, die in dieser Minute gerade laufen. Die Mediapiraten nennen auch die Showview-Nummer zur Programmierung eines klassischen Videorekorders. Ebenfalls ist es möglich, eine Sendung aus der Fernsehzeitung heraus zur Aufnahme auf die Festplatte vorzumerken.
Elf Funktionen zum NulltarifDie Mediapiraten haben noch mehr auf dem Kasten. Sie spielen auch CDs und DVDs, empfangen Radiosender aus dem Internet oder helfen beim Online-Shopping. Insgesamt stehen elf wichtige Multimedia-Funktionen zur Verfügung:
1. Am Computer fernsehen (über DVB-T-Empfänger)
2. Erinnerungsfunktion für wichtige TV-Sendungen (auch per SMS)
3. TV-Sendungen mitschneiden und auf der Festplatte speichern
4. Elektronische Fernsehzeitung für 70 Sender am Bildschirm lesen
5. Fernsehen kostenfrei über das Internet empfangen
6. Web-Radio und Live-Streams über das Internet hören
7. Musik- und Videodateien von der Festplatte abspielen
8. Video-DVDs auf dem Computer sehen
9. Audio-CDs zu Gehör bringen
10. RSS-Feeds abonnieren und Nachrichten-Schlagzeilen zeigen
11. Preisvergleich im Internet durchführen
Natürlich waren wir zunächst sehr mißtrauisch. Ein derart multifunktionales Tool umsonst? Wir vermuteten demnach reichlich aufgehende Popups, Werbebanner und fiese Spione, die unser Surfverhalten sofort aufzeichnen und in dunkle Kanäle weiterleiten. Aber dem ist nicht so. Die Mediapiraten 1.0 (4,4 MB) spielen tatsächlich kostenfrei auf und stehen auf
www.mediapiraten.de zum Download bereit. Das Windows-Programm darf privat und geschäftlich dauerhaft genutzt werden und enthält wirklich keine störenden Popups, keine Werbebanner und keine Spyware. Wir fanden das ziemlich klasse!