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Geschenktipps: Was wir uns selbst gern schenken würden.

20. Dezember 2006

Geschenktipps: Was wir uns selbst gern schenken würden.

Im letzten Teil unseres Konsumrausches haben wir versucht wirklich absurde und krude Geschenke zu finden, die man denjenigen schenkt, die schon alles haben und selbst mit dem letzten i-Tüpfelchen des rhodanschen Merchandise-Kosmos ausgestattet sind. Wobei wir uns natürlich nicht verkneifen können, auf ein Geschenkabo unserer Lieblingsserie hinzuweisen. Und überhaupt, kennt Ihr schon die PERRY RHODAN-Figuren? Mittlerweile sind  Perry Rhodan,  Reginald Bull,  Atlan,  Gucky,  Icho Tolot,  Roi Danton,  Alaska Saedelaere, ein  Blue und ein  Topsider erhältlich. Die Masterfiguren wurden von  Swen Papenbrock entwickelt. Alle Figuren sind aus Metall im Maßstab 1:30 gegossen und werden handbemalt. Schnell zuschlagen heißt die Devise, denn die jeweilige Auflage ist auf 1000 Stück limitiert.

Newgen Medicals Kopfmassagegerät
Aber nun zu unseren letzten Geschenktipps. Wir dachten, daß wir einen wirklich absurden Geschenktipp bei unserem Lieblingsversender Pearl gefunden hätten: Das »Newgen Medicals Kopfmassagegerät - Das herrlich prickelnde Massage-Erlebnis für Kopf und mehr...«.

Wie Ihr unschwer am Bild erkennen könnt, sieht dieses Gerät eher wie eine metallene Kreatur aus irgendeinem SF- oder Horrorfilmchen aus. Allerdings wird für schlappe € 9,90 Folgendes versprochen: »Das Massagegerät sorgt für aufregend prickelnde Erlebnisse am ganzen Körper! Das sanfte Kribbeln verteilt sich überall und entspannt einfach herrlich. Oder verwöhnen Sie sich und Ihren Partner auch einmal mit einer prickelnden erotischen Massage. Das auch unter dem Namen »Orgasmatron« bekannte Massagegerät macht einfach und schnell Lust auf mehr«!

Na ja, dachten wir uns, kann wohl lustig sein und gaben diesen Tipp schon im Freundeskreis bekannt. Hier stießen wir auf begeistertes Kopfnicken und glänzende Augen und zu unserer Verwunderung auf den Tenor: »Absolut klasse und entspannend«! Wir haben uns das Ding dann einmal schlicht aufs Haupt setzen lassen - und sind zu begeisterten Adepten der »Kopfspinne« geworden.

Dead Santa
Das passende Accessoire für alle Weihnachtsverweigerer oder die zu Weihnachten ein klein wenig auf Distanz gehen möchten, hält Uli Köllner parat. Er hat den »Dead Santa« erfunden - einen dickbäuchigen Weihnachtsmann, der die Feiertage anscheinend nicht überlebt hat. Denn dieser Santa, der hängt am Seil - mal direkt am Hals oder in der entschärften Version nur an den Füßen aufgeknüpft. Die bunte und sehr professionell gestaltete Plastikfigur stammt vom Zeichentisch des Ex-Moorhuhn-Aktivisten Ralf Marczinczik.

Der »Dead Santa« läßt sich perfekt im Fenster aufhängen und demonstriert so in alle Richtungen: Hier wohnt einer, der Weihnachten nicht ganz sooo wichtig nimmt und den ganzen Friede-Freude-Eierkuchen-Zirkus auch einmal mit einem Augenzwinkern nehmen kann. Jede Figur kostet 7,95 Euro plus Versand.

Aber Vorsicht bei der Präsentation im heimischen Fenster, denn so manch ein Zeitgenosse kann Euch diesen Spaß übelnehmen. Uli Köllner selbst hat seinen »Dead Santa« im Schaufenster seines Ladens »geht’s noch« aufgehängt und ziemlich üble Post bekommen: »Ein paar Tage später hatte ich eine erste Morddrohung in meinem Briefkasten. Sie enthielt den Hinweis, daß ich den Weihnachtsmann sofort aus dem Schaufenster rausnehmen solle. Anderenfalls würde mich das gleiche Schicksal ereilen«…

»Remake/Remodel«
Zuguterletzt noch ein Geschenktipp aus dem Bereich Musik, der uns besonders am Herzen liegt: »No More« mit dem Album »Remake/Remodel«. Die Altvorderen von Euch werden sich sicherlich noch an die Band und deren Hit »Suicide Commando« erinnern. Den jüngeren Jahrgängen ist dieser Song wahrscheinlich aus zahlreichen Interpretationen, z. B. von Echopark, ein Begriff. Wem dies alles böhmische Dörfer sind, dem sei hier mit Informationen geholfen: Im Jahr 1981 landete die deutsche Dark Wave Band »No More« mit »Suicide Commando« einen Underground Hit, der sich in den folgenden Jahren international szene- und genreübergreifend ausbreitete. Ob im New Yorker Club Limelight oder in Indie-Clubs im Ruhrgebiet, ob auf der Loveparade in Berlin oder dem Sonar-Festival in Barcelona: Suicide Commando wurde überall gespielt und erreichte schließlich einen Status, der den Titel für prominente Remixer interessant machte. Nicht zuletzt durch die Interpretationen von DJ Hell oder Echopark (Torsten Stenzel, Moguai) ist Suicide Commando heute so aktuell wie vor 25 Jahren.

Und pünktlich zum Jubiläum des Titels erscheint das Doppelalbum »Remake/ Remodel«, das zu gleichen Teilen die Gegenwart und die Vergangenheit der Band »No More« beschreibt. Auf der ersten CD (»Remake«) findet man Mash-Ups klassischer »No More«-Titel wie »Too Late«, »In A White Room« oder »Quiet Days In My Hometown«, die eine spannende musikalische Mischung der originalen 80er Produktionen mit aktuellem LowFi- oder ElektroClash-Sound darstellen. Zusätzlich bietet Remake mit »Schwarzen Mann gesehn«, »Hiroshima Mon Amour« oder »Teenage Years« auch neue Produktionen, die den Ausgangspunkt für die Neuformierung von No More legen. Tatsächlich haben sich No More erneut formiert und bestehen heute aus Tina Sanudakura und Andy A. Schwarz (beide 1979 Gründungsmitglieder).

Die zweite CD (»Remodel«) ist als CD-Extra angelegt und enthält neben einem Audioteil umfangreiches Videomaterial. »Remodel« konzentriert sich dabei fast völlig auf den Hit »Suicide Commando« und verdeutlicht an Hand der besten Mixe und Remixe, welche Entwicklung der Titel in den letzten Jahren genreübergreifend durchlaufen hat. Analog sind die Versionen von Szenegrößen wie DJ Hell oder Echopark auch als Videos zu bewundern.

PST!
Viele fragen sich, was wünscht sich PST! eigentlich zu Weihnachten? Tja liebe Freunde, die Antwort kommt aus den Bereichen SF und Phantasie: Ich wünsche mir Unternehmer und Manager, die wieder mit sozialer Verantwortung und Intelligenz ausgestattet sind und nicht nur daran denken, wie sie auf schnellstem Weg die eigenen Taschen füllen können. Die den Leitsatz »Eigentum verpflichtet« wieder ernst nehmen und den arbeitenden Menschen wieder als solchen sehen und nicht als mobiles Interieur.

Und ich wünsche mir Politiker, die wirkliche Sachkompetenz besitzen, bevor sie Ihre Entscheidungen treffen. Politiker, die wirklich wissen, wie es in diesem Land aussieht. Politiker, die ihre Diäten zurückzahlen, wenn sie »nebenher« durch Pöstchen in der Industrie mehr verdienen als die Diätenzahlung ausmacht. Diäten, die eigentlich dazu dienen sollen einem Politiker ein unabhängiges Leben und Entscheiden im Dienste der Bürger zu ermöglichen.

Und ich wünsche mir rechtlich bindende Volksentscheide, damit Schwachsinn und Habgier nicht Gesetz werden. Und zum Schluß noch der Sonderwunsch, daß die unverschämt habgierige GEZ aufgelöst wird. Ich sagte ja, meine Wünsche sind Träume und Science Fiction…

Und nun bleibt mir nur noch allen Rhodanauten und Ihren Familien ein charmant-schreffes Weihnachtsfest zu wünschen. Viel Spaß beim weihnachtlichen »Muuhrtwurm«-Braten (ah, wirklich geimig!) und dem entspannenden Gläschen Vurguzz (lüsker, lüsker, eh) danach.