18. September 2007
Hand aufs Herz, liebe Kolumnarden, Musikenthusiasten und Partyfreaks, wer hat nicht schon mal davon geträumt selbst an den Reglern zu drehen, wenn es der DJ mal wieder verpeilt. Die Party hätte sooo schön sein können, oder der Abend in der Disse wäre prachtvoll gelaufen … Da juckt es einem doch ganz schön in den Fingern - jedenfalls mir geht es so. Nur wenn ich bislang an die Anschaffungskosten nur für ein Mischpult gedacht habe, fing mein Geldbeutel an zu weinen. Da kam mir doch vor ein paar Wochen ein Testgerät ins Haus geflattert, das den schönen Namen »Mobile DJ MP3« trägt. Der Absender, Hercules, verspricht DJing aus der Hosentasche und das zu einem absoluten Schmunzelpreis von unter 60,- Teuro.Nun gut, erstmal die Verpackung aufmachen und reinlunzen. Zunächst fällt mir ein recht umfangreiches Handbuch und eine Programm-CD in die Hände. Tatsächlich wird alles in meiner Muttersprache Deutsch genauestens und nachvollziehbar erklärt und bei der Überprüfung der CD sehe ich, daß die Programme ebenfalls anständig eingedeutscht wurden. Da scheint Hercules wirklich einen guten Übersetzer und/oder Redakteur beschäftigt zu haben.
Als nächstes offenbart sich mir das angekündigte Wunder, der Hosentaschenmixer und ein kleiner USB-Stick, der als Empfänger in den Computer/Laptop eingestöpselt wird. Das Mini-DJ-Pult ist wirklich handlich (etwa 17cm x 15cm), nur 3cm dick und federleicht (knappe 450gr mit Batterien). Das Material scheint aus gedeckt weißem und festem Plastik zu bestehen, das mit einer Art Gummierung überzogen wurde. Gute Idee, wenn es mal heiß her geht und die Fingerchen feucht sind, flutscht das Pult nicht gleich aus der Hand. Als Stromquelle dienen zwei Babybatterien oder -akkus (LR 14), während der Empfänger durch den USB-Port versorgt wird.
Auf der Oberseite der DJ-Maschine fällt mir zuallererst ein großes LCD-Doppeldisplay auf. Hier kann man Tracks auswählen und diese mixen - und durch ein Automix-Feature kann sich der geneigte DJ zwischendurch auch mal anderen Dingen widmen. In der Tat ist dieser Mini ein richtiger Doppeldeckmixer. Der Mobile DJ MP3 kombiniert zwei Decks zum mixen, scratchen und synchronisieren, der auf dem Computer/Laptop gespeicherten, MP3 oder WAV Dateien.
Zwei Jogwheels repräsentieren die beiden Decks. Der Crossfader läßt leichtgängig von einem zum anderen Track umschalten, während zwei Fader für die Lautstärke und zum Setzen des Pitch (Tonlagenveränderung eines Musikstücks) das Bild abrunden. Insgesamt 25 Buttons bieten alle Möglichkeiten für effektive Kontrolle und coole Soundeffekte, wie Applaus, Explosionen, Soundloops und Echo… Mit einer Surround-Soundkarte ist sogar ein Vorhören über Kopfhörer möglich, während der aktuelle Titel laut im Raum abläuft.
Die Installation ist ultraleicht: Einfach den kleinen kabellosen Receiver in Form eines USB Sticks in einen freien USB Port des Computers einstecken - fertig. Die inbegriffene DJ Software ist extrem intuitiv und somit perfekt auf Anfänger zugeschnitten. Dennoch featured die Mobile DJ Software eine Reihe von Funktionen, die sich gegenüber erweiterten Mixingkonsolen nicht zu schämen brauchen. Ach, und noch etwas, das Konsölchen ist kompatibel mit jedem PC (Pentium® III oder Athlon® 1 GHz und darüber) und läuft unter Microsoft Windows® XP SP2 und Vista.
Außerdem habe ich in einem weiteren
»Plausch am Telephon« den zuständigen Brandmanager von Hercules - Christian Reul - zu diesem Gerät gelöchert und über weitere Produkte von Hercules ausgefragt.