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Kurzinfo
Größte deutschsprachige Volltextbibliothek ist im WWW kostenlos verfügbar
16. November 2007

Wissen für alle jetzt online

In der Nacht des 29. September 2007 ging die größte deutschsprachige Volltextbibliothek online. Nunmehr ist jeder Internetnutzer in der Lage kostenlos in rund 1,6 Millionen Seiten Text und Bild stöbern. Das deutschsprachige Web 2.0 gewinnt so mit einem Schlag eine beachtliche Menge hochkarätigen Contents hinzu. »Meine Bibliothek« - so lautet das Motto der für das freie Onlineprojekt eigens gegründeten Zenodot Verlagsgesellschaft. Und hier kann sich nun jeder Inhaber eines Internetanschlusses im Besitz dieser Bibliothek wähnen, die noch dazu bedeutend schneller anwächst als es jede private Bücherwand vermag. Der Name der Website »Zeno dot org« geht auf den ersten Bibliothekar von Alexandria, Zenodot von Ephesus, zurück. Mit einem Bestand an Schriftrollen, der nach heutigen Maßstäben etwa 100.000 Bücher umfasste, erhob die Bibliothek von Alexandria den Anspruch, das gesamte Wissen der damaligen Welt an einem Ort zusammenzufassen. Dieser Anspruch ist im heutigen Informationszeitalter ungleich schwerer einzulösen - doch  Zeno.org ist immerhin ein Anfang.

Seit dem Start der Seite »Zeno.org - Meine Bibliothek« ist diese schon jetzt die größte Online-Textsammlung im deutschen Sprachraum. 1,6 Millionen hochgradig strukturierte und intern vernetzte Seiten - dahinter steckt der Inhalt von 600 Millionen Wörtern und 420.000 Bildern. Das sind mehr als 1,6 Millionen URLs (die äußerst differenzierte Suchanfragen ermöglichen), hinter denen sich Texte unterschiedlichen Ausmaßes verbergen - vom Lexikoneintrag bis hin zu einem ganzen Roman.

Anspruch und Ziel ist, das zentrale Referenzportal für digitalisierte Texte, Bilder und lexikalische Wissensbestände zu sein und diese Position durch fortlaufende Ausweitung des Angebots langfristig zu behaupten. Inhaltlich stellt Zeno.org sowohl berühmte historische (Meyer, Brockhaus, Pierer, Hederich) als auch umfangreiche zeitgenössische Quellen (Wikipedia) bereit.

Zeno.org soll Bibliothek, Bildersammlung und Suchmaschine zugleich sein. Deshalb ist die Plattform auch in erster Linie ganz allgemein ein Angebot für suchende Nutzer. Die Informationsbreite der erfassten Bestände reicht über nahezu sämtliche Wissensbereiche und schließt auch Populäres nicht aus. Art und Inhalt zielen sowohl auf ein historisch und wissenschaftlich interessiertes Publikum als auch auf jeden, der schnelle, verlässliche und umfassende Informationen aller Art sucht. Zentral für das Projekt ist der Community-Gedanke:

Der Nutzer kann sich kommentierend um eine Verbesserung der Plattform bemühen oder sogar durch eine »Buchpatenschaft« das Angebot selbst erweitern.

Zeno.org hat eine Vorgeschichte von mehr als zehn Jahren, in denen die Directmedia Publishing mit der Digitalen Bibliothek einen umfassenden Grundbestand digitalisierter Texte erarbeitete. Von Beginn an wurde größter Wert auf die editorische Qualität der Textquellen gelegt und höchste redaktionelle Sorgfalt aufgewendet.

Steht der Name Directmedia auf dem deutschsprachigen Markt für den Weg von der Druckausgabe zu Datenträgern wie CD-ROM und DVD-ROM, so geht Zeno.org mit der Bereitstellung der Inhalte im Internet folgerichtig den nächsten Schritt.

Zeno.org ist als offene Plattform auf stetigen Ausbau und rasche Erweiterung hin konzipiert. Das Portal soll zu einem Kristallisationspunkt digitaler Inhalte unterschiedlichster Art werden.

Außer den Nutzern bietet Zeno.org auch Geschäftspartnern mögliche Kooperationen an:
Zum Beispiel Verlagen, die auf der Suche nach neuen Verwertungswegen für ihre hochwertigen Backlist-Titel sind. Oder Bibliotheken, Archiven und Museen, denen die Digitalisierung ihrer Bestände die Arbeit erleichtert.

Um die für alle Nutzer kostenfreie Bereitstellung der Inhalte gewährleisten zu können, setzt Zeno.org von Anfang an auf ein differenziertes Werbekonzept. Werbetreibende können auf Zeno.org zielgruppengenaue Werbung platzieren. Dabei gibt es unterschiedliche Werbemodelle von der Banner- bis zur Graffiti-Werbung und eine systematische und thematische Durchgliederung der Angebotsseiten.

Ich habe Ralf Szymanski - einen der Gründer der Digitalen Bibliothek und heute Geschäftsführer von Zenodot - zu einem  Plausch am Telefon eingeladen und mal neugierig nachgefragt…