19. November 2007
Hand aufs Herz, liebe Mitleidende, der PC kann ein pekuniäres Desaster im Geldbeutel verursachen. Damit meine ich aber nicht nur die ständigen Hardware-Aufrüstungen, nur um mal wieder ein aktuelles Spiel spielen zu können. Nein, es sind die Ängste um die Sicherheit, die ständig nötigen Entrümplungsaktionen und vieles mehr, die immer wieder mal eine derbe Bresche in die Geldkatze schlagen. Wer hat schon die Zeit sich stundenlang durch das Internet zu schlagen, nur um ein effektives Progrämmchen zum Schmunzelpreis zu ergattern?Zugegeben, viele Serviceprogramme sind irgendwo im Netz umsonst zu bekommen. Nur, woher weiß ich, daß diese auch gut sind, halten, was sie versprechen und keine Spyware oder andere Schadquellen enthalten. Drei dieser kleinen Helfer aus vertrauenswürdigen Quellen mag ich Euch heute ans Herz legen.
Secure Eraser 2.1Da wäre zunächst der »Secure Eraser 2.1«, der Daten wirklich unwiderruflich löschen kann, denn die Datenklauer lauern überall. Dieser kleine Helfer verhindert äußerst effektiv, daß bereits gelöschte Dateien von unbefugten Anwendern heimlich wiederhergestellt und dann gestohlen werden.
In der Vollversion stehen fünf verschiedene Verfahren zur sicheren Datenvernichtung zur Verfügung. Sie sorgen dafür, daß die Inhalte der zu vernichtenden Dateien vor dem Löschen mit redundanten Daten überschrieben werden. Bei Verwendung der Löschfunktion mit der höchsten Sicherheitsstufe werden die Dateien nach dem Peter Gutmann Standard vernichtet, der auch vom amerikanischen Geheimdienst eingesetzt wird.
Was viele Anwender nicht wissen: Gelöschte Dateien sind nicht wirklich gelöscht, sondern bleiben so lange vollständig auf der Festplatte bestehen, bis sie von neuen Dateien überschrieben werden. Gewitzte Datendiebe wissen um diesen Umstand und nutzen immer wieder gern die Gelegenheit, gelöschte Dateien mit sensiblen Inhalten wieder herzustellen, um sie dann heimlich zu kopieren.
Der Secure Eraser hilft auch gern dabei, die Festplatte aufzuräumen. Mit der entsprechenden Funktion ist es möglich, temporäre Dateien, Internet-Spuren und den Inhalt des Papierkorbs zu vernichten - so, daß niemand später mehr dazu in der Lage ist, die Daten wieder herzustellen. Außerdem ist das Programm in der Lage die Registry zu scannen, um alle überflüssigen Einträge zu löschen.
Secure Eraser 2.1 wird in drei Editionen angeboten. Von der
Homepage läßt sich zunächst die Standard Edition herunterladen (2,4 MB). Sie darf von allen Privatanwendern dauerhaft kostenfrei eingesetzt werden. Sie weist nur eine einzige Einschränkung auf: Es steht nur die schwächste der verfügbaren Methode zum Löschen der Daten zur Verfügung. Wer sich kostenfrei registrieren läßt, erhält sofort per Mail ein Update auf die Standard Edition PLUS, die es erlaubt zwei weitere Standards zur sicheren Datenlöschung zu nutzen.
Alle Anwender, die das Programm mit fünf Löschverfahren und darüber hinaus auch noch im gewerblichen Umfeld einsetzen möchten, können eine nicht eingeschränkte Professional Edition erwerben. Sie kostet in der Privatlizenz 20 Euro und in der Firmenlizenz 40 Euro. Das Programm arbeitet unter Windows 9x, 2000, XP, 2003 und Vista.
MAXA Cookie Manager SE 2.0Um sichere Datenlöschung geht es auch bei dem nächsten kleinen Helfer, der sich um Cookies kümmert: Der »MAXA Cookie Manager SE 2.0« löscht auch Browser-übergreifende Flash-Cookies!
Cookies sind eine nützliche Sache: Sie merken sich Informationen zum Surfer, die dieser beim nächsten Besuch der Homepage nicht erneut eingeben muß. Cookies sparen jedem Anwender jeden Tag viel Zeit. Sie werden etwa von einem Online-Shop direkt auf der Festplatte eines Kunden abgelegt und dienen hier allein der Identifikation. Der MAXA Cookie Manager SE 2.0 paßt aber auf, daß »schlechte« Cookies keine Chance haben. Dabei kommt das Programm auch mit modernen Cookie-Formaten zurecht, von denen die meisten Anwender noch nie etwas gehört haben. Immer häufiger werden Cookies aber auch im negativen Sinn genutzt. Webseiten mißbrauchen sie, um Informationen über den Anwender oder passend zu seinem Online-Verhalten zu sammeln und auszuwerten.
Klassische Säuberungs-Tools löschen alle browserorientierten Cookies in einem Rutsch - leider die guten ebenso wie die schlechten. Trotz dieser Kahlschlagmethode reicht das aber noch immer nicht aus, um alle gefährlichen Cookies zu entfernen. Längst haben die dunklen Kreise des Internets aufgerüstet. Zurzeit kommen zunehmend so genannte Flash-Cookies in Mode, die nicht nur ein paar elektronische Kekskrümel Daten speichern können, sondern gleich mehrere Megabyte Informationen verwalten - und das sogar erstmals Browser-übergreifend.
Der MAXA Cookie Manager SE 2.0 kommt bestens mit den klassischen Cookies der Browser Internet Explorer, Firefox und Opera zurecht, erkennt aber auch problemlos die modernen Flash-Cookies, die Firefox DOM und die Datensammler der Marke Internet Explorer Userdata.
Der MAXA Cookie Manager SE ist sehr einfach zu bedienen. Das Programm kann darüber hinaus dubiose Seiten auf eine Sperrliste setzen, sodaß Cookies von ihnen sofort gelöscht werden. Alle Benutzer können außerdem auf eine Online-Cookie-Datenbank mit Informationen zu über 200.000 verdächtigen Webseiten zugreifen, die halbstündlich aktualisiert wird.
Für jeden Privatanwender steht auf der
Homepage eine kostenlose Lite-Version (2 MB) bereit, die dauerhaft genutzt werden kann. Sie bietet die Cookie-Analyse, löscht die Cookies aber nicht. Auch die Bewertung der Cookies steht nicht zur Verfügung. Die uneingeschränkte Vollversion kostet 29 Euro.
Firestorm 8.0Der nächste kleine Helfer hilft Euch beim »Hausputz« auf dem PC und nennt sich verheißungsvoll »Firestorm 8.0« und ist in der Tat die Putzkolonne für überflüssigen Datenmüll.
Jedermann weiß: Auch der Computer muß ab und zu einmal kräftig durchgefegt werden. Überall im System und in den einzelnen Verzeichnissen sammeln sich mit der Zeit überflüssige Dateien an, die niemand mehr benötigt und die allein durch ihre Anwesenheit das System drosseln oder sogar einen Absturz provozieren können.
Firestorm befreit den PC von überflüssigen und schadhaften Dateien. Dabei sucht das nützliche Helferlein gezielt nach temporären Dateien, entbehrlichen Sicherheitskopien, nicht mehr benötigten Verlaufsspuren, ins Leere weisenden Verknüpfungen und nach Werbe- und Spionagemodulen. Eine intuitiv zu benutzende und durchweg deutschsprachige Oberfläche machen die Aufräumarbeiten am PC zu einem Kinderspiel und entlastet die Festplatte, stellt neuen Speicherplatz bereit und sorgt letztlich auch für ein schnelleres und stabileres System.
Nach dem Start der Software reicht ein einziger Mausklick auf »Analysieren« aus, um einen umfassenden Scan des Systems zu starten. Wer etwas mehr Zeit zur Verfügung hat, startet eine »Tiefenanalyse«, die etwas länger dauert, aber noch mehr Treffer hervorzaubert. Ganz wichtig ist, daß Firestorm alle Treffer nach der Analyse erst einmal nur listet und sie nicht gleich löscht.
Nach der Analyse zeigt Firestorm auf, wie viele Megabyte Datenmüll das Programm löschen könnte, wenn der Anwender das Kommando dazu gibt. Wer die Ein-Klick-Lösung bevorzugt, klickt auf »Jetzt aufräumen«. In diesem Fall löscht das Tool nur die als sicher geltenden Dateien.
Ansonsten kann mit »Ergebnisse anzeigen« eine Liste sämtlicher Treffer aufgerufen werden. Sie erlaubt es, selbst vorzugeben, welche Dateien und Registry-Einträge zu löschen sind - und welche nicht. Übrigens, über 230 Einzeltests spüren dabei überflüssige Dateien auf.
Ich selbst habe seit geraumer Zeit dieses Programm auf dem Redaktionsrechner installiert und lasse es einmal die Woche laufen. Es ist unglaublich, was sich in so kurzer Zeit für Müll auf der Festplatte ansammelt.
Firestorm 8.0.0.43404 läßt sich 30 Tage lang ohne Einschränkungen testen und auf dem eigenen PC installieren. Eine entsprechende Testversion (2,3 MB) steht auf der
Homepage zum Download bereit. Die Vollversion kostet 19,95 Euro.