14. Dezember 2007
Immer wieder gern genommen sind so genannte Hightech-Geschenke. Leider werden allzu häufig die phantasielosen Vier bemüht: Handy, MP3-Player, PC und DVD-Player/-Recorder. Irgendwie scheint das die moderne Form von SOS (Schlips, Oberhemd, Socken) zu sein. Es geht auch anders, wie meine folgenden Tipps zeigen…Angenommen es ist ein PC im Haus vorhanden und angenommen es ist der übliche mausgraue Standard-PC und keine aufgemoddete Augenweide für das Wohnzimmer. Dennoch ist genau auf diesem Teil auch die gesamte MP3-Musikbibliothek, die Playlist für gewisse Stunden, alles natürlich mit Samplingraten, die jeden MP3-Player mit nur wenigen Songs füllen würden.
Wie gern würde man diese Sammlung auch mal so richtig volltönend aus der Stereoanlage wummern lassen. Eine Möglichkeit wäre den PC via Audiokabel mit der Stereoanlage zu verbinden, nur dies bedeutet quer durch die Wohnung Strippen ziehen, Fußleisten ab- und anschrauben, Mauerdurchbrüche… Das nervt doch gewaltig. Hier habe ich eine wunderbare Lösung ausprobiert, die sich das dLAN zu Eigen macht.
Für alle, denen dieser Begriff ein Buch mit sieben Siegeln ist, hier eine Kurzinfo in Sachen dLAN: dLAN ist das einfache Netzwerk aus der Steckdose, das Internet und Netzwerk über die vorhandenen Stromleitungen in der Wohnung machbar werden lässt. Also, keine mühsame Verkabelung oder Elektrosmog durch WiFi-Funknetzwerke. Dazu reicht es aus das Modem mit dem Telefonanschluß - der ja recht oft überall, nur nicht in der Nähe eines PCs ist - zu verbinden. Das Modem via Netzwerkkabel mit dem dLAN-Adapter verbandeln, diesen in die nächste Steckdose stecken (geht auch über Doppelstecker an der gleichen Dose wie das Modem), einen anderen dLAN-Adapter in eine Steckdose in der Nähe des PCs stecken und via Netzwerkkabel mit selbigen verbinden - fertig!
Nun aber wieder zurück zu unserem Ausgangspunkt, wie die Musik auf dem PC zur Stereoanlage gelangt. Hier hat sich die Firma DEVOLO, einer der deutschen Pioniere in Sachen dLAN, eine wirklich patente Lösung einfallen lassen. Ein so genannter
»dLAN Audio extender« verbindet PC mit der HiFi-Anlage oder Aktivboxen. Unglaublich aber wahr. Ich habe mir dazu ein Testgerät besorgt (Danke an Herrn Rösseler von DEVOLO) und mich auf eine komplizierte Vernetzung vorbereitet.
Welch angenehme Überraschung, als ich nach fünf Minuten bereits die ersten Songs über meine Stereoanlage im Wohnzimmer in exzellenter Qualität hören konnte. Ha, das nenne ich Plug&Play! Doch welche Schritte waren dazu nötig: Der PC wurde über ein handelsübliches LAN Kabel mit einem herkömmlichen dLAN-Adapter (im so genannten
»dLAN Audio extender Starter Kit« enthalten) verbunden und dieser in die nächste Steckdose gesteckt. Nun den »dLAN Audio extender« in dem Raum wohin die Musik übertragen werden soll, in eine Steckdose gesteckt und via Cinchkabel mit der Stereoanlage verbinden. Fertig!
Richtig klasse ist auch ein Ausgang für Miniklinke, dadurch eröffnen sich mannigfaltige Einsatzorte an denen man Aktivboxen aufstellen kann. Da wäre z. B. die Küche, in der man beim Brutzeln nicht auf die Lieblingsmucke verzichten muss. Auch das Bad ist als Hort der Entspannung denkbar. In der Wanne liegen, plätschernde Musik oder ein Hörbuch, mmhhhhh…
Also nochmals, alle auf dem PC gespeicherten Audiodateien können überall dort gehört werden wo aktive Lautsprecher stehen und eine Steckdose verfügbar ist. Dies gilt für MP3-Songs genauso wie für WMA-, WAV- oder AAC-Dateien. Auch eine eingelegte Audio-CD im Rechnerlaufwerk lässt sich selbstverständlich ebenfalls übertragen. Die Preise sind recht moderat:
Das »dLAN Audio extender Starter Kit« ist für 149,90 Euro und der »dLAN Audio extender« (für Menschen, die bereits über dLAN verfügen) für 99,90 Euro (UVPs des Herstellers) erhältlich. Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und mit dem Sprössling ein privates Heimnetzwerk aufbauen möchte, der kann sich ja gleich noch dLAN Adapter zusätzlich besorgen.
Ich weiß, ich weiß - diejenigen unter Euch, die über einen 20/40/60 GB MP3-Player verfügen und demnach keine Platzprobleme auch bei Samplingraten von 320 KB/Sek. kennen, schließen so ein Teil direkt an die Anlage an. Aber wie ist es denn mit den anderen Räumen? Hier helfen ebenfalls nur Aktivboxen und die sehen entweder schrecklich aus oder klingen jämmerlich. Ordentliche Teile kosten ein Vermögen… Muss nicht sein!
Hier bin ich bei
»Hercules« fündig geworden und habe ein Hammerteil für schlappe 85;- Euro gefunden: Das »iXPS 250«. Hochglänzendes Schwarz, sexy Design und Power. Dies sind die Attribute des wirklich komfortablen »i-XPS 250 Soundsystems«, das überall hineinpasst und mit satten 25 Watt genug Power besitzt, um auch mal den Topfdeckel in der Küche zum Klappern bringt. Gedacht ist dieses System eigentlich für Besitzer von iPods® aber diejenigen, die dem Hype nicht unterliegen, können hier Gediegenheit für ihren MP3-Player erwarten.
Das »i-XPS 250« offeriert einen kristallklaren, durch ein echt bassverstärktes System, umfassenden Sound, der durch den kraftvollen 3D Stereoeffekt und dem integrierten Subwoofer zudem aufgewertet wird. Die Kompaktheit garantiert die leichte Mitnahme in jeden Raum, um überall in der Behausung feinsten Musikgenuss zu gewährleisten. Die drahtlose Fernbedienung des »i-XPS 250« ist das ultimative Instrument für alle Couchpotatoes und offeriert maximale Bequemlichkeit bei maximaler Kontrolle. Lautstärke, 3D Effekt und Steuerung des iPods (Play/Pause, Titelsprung vor und zurück) sind hier möglich.
Dieses System wird an das Stromnetz angeschlossen und lädt den iPod auch noch während des Abspielens auf. Cool! Das i-XPS 250 wird mit einer Reihe von Adaptern ausgeliefert, die es ermöglichen die iPods 30GB, 60GB, 80 GB, iPod Nano 2 GB, 4 GB, 8 GB und iPod Mini Geräte an das Soundsystem anzuschließen. Dabei wird der jeweilige iPod auf einen, im System integrierten, Steckadapter aufgeflanscht. Der iPod Shuffle wird via des AUX Eingangs mit dem System verbunden.
Und genau dieser Eingang ermöglicht den Anschluss jeder anderen Audioquelle, wie z. B. MP3 Player oder DVD Player. Ich habe meinen 60 GB »Creative Zen Vison M« über diesen Line-Eingang angeschlossen und konnte den Player sogar bequem in eine der Adapterschienen einschieben und in das Frontpaneel integrieren. Aber Vorsicht, sollte Euer MP3-Player über einen Steckanschluss verfügen, diesen nicht auf den Steckanschluss schieben - Ihr könntet sonst Euren kostbaren Player beschädigen. Ich habe einfach die Schutzkappe auf diesem Anschluss belassen.
Der Sound hat mich richtig vom Hocker gehauen. Zwar lädt sich der Akku meines Players nicht während des Abspielens auf (das geht nur bei den Apfelmaschinen) und auch die Fernbedienung ist für nur noch für Lautstärke und 3D Effekt zuständig, dennoch ist das System auch so eine richtige Wucht. Ich gebe es nicht mehr her - so!
Beim nächsten Hightech-Gerät, das ich in die Finger bekommen habe, handelt es sich um einen überaus praktischen und komfortablen USB-Video-Grabber: Der »Lifeview LV5e-Stick« bietet Videokonvertierung und 1-Schritt-Upload zu YouTube in einem wirklichen Winzling an. Der USB-Stick kümmert sich darum, Videos von externen Gerätschaften zu grabben und sie in ein geeignetes Format zu konvertieren, um sie dann z.B. auf DVD oder CD zu archivieren oder um sie im nächsten Schritt direkt bei YouTube einzustellen. Für all diese Möglichkeiten - und noch einiges mehr - ist die beiliegende Software "NOT ONLY TV Video Editor USB" ausgelegt.
Geht es darum, neue Videos von externen Quellen wie etwa einem Camcorder, einem Videorekorder oder einem DVD-Player zu digitalisieren, so reicht es aus, den USB-Stick in einen freien USB-Slot des Computers zu stecken. Schon ist es ein Leichtes, die externen Gerätschaften über den USB-Stick mit dem Rechner zu verbinden. Die mitgelieferte Software "NOT ONLY TV Video Editor USB" kümmert sich darum, die Videos von den externen Quellen aufzunehmen und sie umfassend zu bearbeiten, um sie am Ende etwa auf eine DVD zu brennen, ohne dass dabei Speicherplatz auf der Festplatte blockiert wird.
Auf diese Weise ist es kein Problem, Filme aus verschiedenen Quellen zu digitalisieren und zu editieren, um sie am Ende auf einer gemeinsamen Video-DVD abzulegen, die sich im Computer-Laufwerk oder auf jedem handelsüblichen DVD-Player abspielen lässt.
Die Software erlaubt es auch, bereits vorhandene Fotos, Videos und Musikdateien in viele Zielformate zu konvertieren, darunter auch AVI, DivX, MOV, MP4, RM, WMV, JPG, TIF, RA oder OGG. Mit der Vielzahl der Formate stehen alle Möglichkeiten der Videonutzung offen. Die digitalen Movies und Audiofiles sind bereit für den eigenen Mediaserver oder für die Übernahme etwa auf einen portablen Media- und MP3-Player.
Dabei ist es möglich die Videos gleich in das richtige Format für mobile Media-Player wie die Sony PSP oder den Apple iPod zu bringen. Richtig prima fand ich die Funktion der Abtrennung der Tonspur von einem Video und demnach die Möglichkeit die Mucke als MP3 abzuspeichern.
Mit schlappen 69,- Euro ist dieses Gerät wirklich nicht allzu teuer.