24. Juni 2003
Garching bei München hat in der PERRY RHODAN-Szene schon seit Jahren einen guten Namen als Ort für gut organisierte Cons. Am vergangenen Wochenende zeigte sich das Bürgerhaus in der Universitätsstadt wieder von seiner schönsten Seite - und im Vergleich zum Con vor zwei Jahren spielte heuer auch das Wetter mit.
|
| Diskussionsrunde: »Das Motto des Cons - Ewige Zukunft. Was bedeutet das für mich?« Statements der Ehrengäste |
Doch erst einmal der Reihe nach: Der eigentliche
Con begann zwar erst am Samstag, 21. Juni. Die ersten hundert bis zweihundert Fans reisten aber bereits am Freitag an. Bei schönem Sommerwetter waren die Biertische vor dem Bürgerhaus der Stadt und rings um den schönen Platz mit PERRY RHODAN-Lesern, Autoren und Zeichnern bevölkert. Es herrschte eine ausgesprochen entspannte Atmosphäre, die zum Plaudern geradezu einlud.
Mit
Miriam Hofheinz und
Klaus Bollhöfener - beide aus dem PERRY RHODAN-Marketing - sowie
Hermann Ritter, dem neuen Vorsitzenden der
PERRY RHODAN-FanZentrale, reiste ich am frühen Freitagabend an. Sofort stürzten wir uns in die Gespräche, die später im Innern des Bürgerhauses fortgesetzt wurden.
Einigermaßen spät ging ich ins Bett, um am Samstag morgen gegen zehn Uhr nicht hundertprozentig fit im Bürgerhaus aufzutauchen. Die Eröffnung des PERRY RHODAN-Cons 2003 begann auf die Minute genau mit einem wunderschönen Eröffnungsvideo. Für die Veranstalter begrüßte Michael Rauter die Gäste, dann sprach der Bürgermeister von Garching, bevor
Susan Schwartz zum Programm überleitete. Mit viel Applaus bedacht wurde eine Live-Einblendung per Webcam, über die sich
Walter Ernsting alias
Clark Darlton bei den Besuchern des Cons meldete. Der Altautor wurde von den Fans geradezu gefeiert - ein Beleg dafür, wie beliebt
Clark Darlton nach wie vor ist.
|
| Claudia Kern, Rainer Castor, Michael-Marcus Thurner, Uwe Anton und Rainer Hanczuk berichten den Gästen über ihre Arbeit zu ATLAN-Centauri. |
Leider bekam ich den ganzen Tag über von den meisten Programmpunkten nicht viel mit, weil ich die meiste Zeit verschiedene Einzelgespräche mit Autoren, Zeichnern, Lizenzpartner und Fans führte. Ein solcher Con hat bekanntlich den riesigen Vorteil, dass viele Personen anwesend sind, die man sonst das ganze Jahr über nicht sieht.
So kam es beispielsweise am Abend auch zu einem gemeinsamen Abendessen mit Sascha Mamczak, dem Science-Fiction-Lektor beim Heyne-Verlag, sowie den Autoren
Uwe Anton,
Hubert Haensel und
Leo Lukas. Dabei ging es um den
ANDROMEDA-Minizyklus ebenso wie um den
ODYSSEE-Zyklus, an dem derzeit alle Beteiligten hart arbeiten.
Von den einzelnen Programmpunkten sah ich beispielsweise Teile einer lustigen Marketing-Show, bei der
Klaus Bollhöfener und der Filmjournalist
Robert Vogel allerlei mögliche und unmögliche Ideen präsentierten, mit denen man PERRY RHODAN bekannt machen könnte. Es gab viel Gelächter und den abschließenden Wunsch der Fans, die Zukunft möge nicht so ausfallen wie von den beiden Herren angekündigt.
Ich selbst hatte einen Programmpunkt am Nachmittag, bei dem es darum ging, über Pech und Pannen in den vergangenen zwei Jahren zu sprechen. Ich verlas Stilblüten der Autoren, von denen es bei hundert Romanen in zwei Jahren eben doch einige gibt, sowie Auszüge aus besonders schlimmen oder erheiternden Leserbriefen.
|
| Herrmann Ritter und Klaus Frick diskutieren in der Spätlese unter anderem über italienische Superintelligenzen. |
Höhepunkt des Cons war für mich zumindest der Auftritt von
Leo Lukas. Der PERRY RHODAN-Autor ist in Österreich ja eher als Kabarettist bekannt, und er hatte bei diesem Con seinen ersten Auftritt auf einer PERRY RHODAN-Veranstaltung. Über eine Stunde lang stand Leo auf der Bühne, sang Lieder, spielte Gitarre, lud das Publikum zum Mitmachen ein, brachte Gedichte und Sprüche, Satire und Ironie. Es gab durchaus nachdenkliche Passagen in seinem Programm, aber die meisten Stücke waren so lustig, dass es immer wieder Szenenapplaus und gegen Ende »Standing Ovations« gab.
|
| Leo Lukas liest aus seinem neuen Buch »All inclusive - Ein Kabarettist auf Reisen« |
Den programmatischen Abschluss des Cons bildete für mich zumindest eine Satire auf die PR-Serie, bei der
Hermann Ritter und ich gemeinsam - und teilweise zusammen mit einigen Freiwilligen aus dem Publikum - Teile der Serie aufgriffen und satirisch verarbeiteten. Während danach in der Halle eine Space-Disco startete, saßen wir im Bürgerhaus mit Autoren und Fans zusammen und ließen den Abend noch sehr viel später in einer eher obskuren Kneipe in der Garchinger Innenstadt ausklingen.
Der Sonntag war der Tag, an dem die meisten Fans früh abreisten und - wie ein Spötter bemerkte - »die Staus auf der Autobahn bei der Hitze auch richtig genießen« konnten. Es gab noch einen Programmpunkt, bei dem alle Ehrengäste auf die Bühne kamen und mit Rita Grünbein, der Moderatorin, das Thema »Ewige Zukunft« diskutierten.
Richtig anstrengend wurde noch die Verabschiedung: Es dauerte seine Zeit, bis ich endlich alle Hände geschüttelt hatte. Gegen 15 Uhr verließen wir Garching, um uns bei 35 Grad im Schatten die völlig überfüllte Autobahn A 8 von München aus über Stuttgart bis nach Karlsruhe anzuschauen. Aber das ist eine andere Geschichte ...
Nachtrag: Der erste Conbericht ging noch auf dem Con selbst online. Nachzulesen ist das bei:
http://www.terracom-online.net/sonderausgabe/pages/news.php.
Einen weiteren Conbericht findet ihr hier:
http://www.demondestroyer.de/pccn/index.html