7. März 2005
Mehr als ein Leben führen zu können - wer hat sich das nicht schon einmal gewünscht? Sich teilen zu können in mehrere Ichs, um all dem gerecht zu werden, was von außen von einem verlangt wird. Um sich selbst gerecht zu werden, um all das auszuleben, was in einem steckt.
Ich gestehe, dass mir der Wunsch in letzter Zeit öfters durch den Kopf gespukt ist. Genauer gesagt, seit letzten Sommer, als mein Sohn Tim geboren wurde. Seitdem ist nichts mehr, wie es war (wer selbst Kinder hat, weiß, wovon ich spreche, alle übrigen können es sich wahrscheinlich ausmalen ...), und proportional zur Freude an Tim ist meine nächtliche Schlafration gesunken. Nicht aber das Pensum. Da ist der PERRY RHODAN-Redakteur
Frank Borsch, der Autor, der Übersetzer, der Partner, der Privatmensch ... und eben der Vater. Und das alles zusammen ist einfach zu viel für einen einzelnen Menschen.
Irgendwas musste auf der Strecke bleiben. In den letzten Monaten ist es der Autor
Frank Borsch gewesen. Seit Heft
2253 - den ich zum großen Teil vor Tims Geburt geschrieben hatte - ist kein PERRY RHODAN-Roman von mir erschienen. Und dabei bliebe es auch auf lange Zeit - wenn ich nicht zu einer Entscheidung gekommen wäre. Nämlich, mich auf die Arbeit zu konzentrieren, die mir am meisten bedeutet: das Schreiben.
Ab März gehe ich in Elternzeit und fahre die Redakteursstelle auf wenige Stunden herunter - und damit kommt der Autor
Frank Borsch wieder zum Zug. Also dann: Wir sehen uns im Perryversum!