30. Mai 2005

Logbuch der Redaktion:
Garching: Heiß war's - und sehr schön

Einen Tag nach dem extrem heißen und durchaus anstrengenden Wochenende in Garching versuche ich nun, meine Gedanken so zu fassen, dass es für einen Conbericht und damit ein Logbuch der Redaktion reicht. Das Bürgerhaus in der Universitätsstadt nördlich von München war zum wiederholten Mal Austragungsort für eine PERRY RHODAN-Veranstaltung; vom 27. bis zum 29. Mai 2005 trafen sich dort und in den umliegenden Gaststätten, Biergärten und Eisdielen Hunderte von Lesern, dazwischen Autoren, Zeichner, Verlagspartner und andere interessierte Menschen.

Ich will erst gar nicht versuchen, alle Gespräche und Programmpunkte, die ich mitbekommen habe, in diesem Bericht zu erwähnen. In den nächsten Tagen wird es weitere Meldungen von mir und den Kollegen geben, die solche Themen noch einmal aufgreifen werden. Es geht mir heute vor allem um einen kleinen Stimmungsbericht.

Sieht man von dem mörderischen Klima ab, das am Wochenende bekanntlich nicht nur über München und der Region lastete, empfand ich die Tage in Garching als sehr harmonisch. Die Veranstalter schafften es, den Con praktisch reibungslos ablaufen zu lassen; die Technik in den Räumen funktionierte stets perfekt. Und wer von uns Besuchern Fragen hatte, bekam diese rasch und kompetent beantwortet - das empfand ich als durchgehend hervorragend.

Zahlreiche Ständen, an denen sich Fan-Clubs und einzelne Künstler präsentierten, luden auf den Gängen des Bürgerhauses zum Verweilen ein. In einem großen Nebensaal gab es einen Science-Fiction-Flohmarkt, wo man sich gebrauchte Taschenbücher und Heftromane kaufen konnte. Und während auf der Bühne des großen Saales die »bedeutenden« Programmpunkte abliefen, luden in den Nebenräumen immer wieder Autoren zu Lesungen im kleinen Kreis oder zu Gesprächsrunden, die amüsanterweise als »Kaffeeklatsch« bezeichnet wurden.

Ein kleines Highlight für mich war der Programmpunkt »Lemuria, mon amour« mit Frank Borsch, dem Heyne-Lektor Sascha Mamczak und den Taschenbuch-Autoren Hubert Haensel, Leo Lukas, Andreas Brandhorst, Hans Kneifel und Marc Hillefeld, weil das praktisch der einzige war, den ich komplett mitbekam - außer denjenigen, bei denen ich selbst auf dem Podium saß. Aufgrund der vielen Einzelgespräche, die ich führte, erlebte ich so leider weder Klaus Bollhöfeners »Werkstattbericht PR-Marketing« noch die ATLAN-Runde mit Sabine Kropp und verschiedenen ATLAN-Autoren.

Wichtig waren neben den bereits erwähnten Gesprächen vor allem das gemütliche Beisammensein am Abend. Sowohl am Freitag als auch am Samstag entwickelten sich amüsante Runden, in denen viel diskutiert, aber ebenso viel gelacht wurde. Ich verzichtete darauf, die Witze wiederzugeben, die am Samstag abend erzählt wurden - solche Gags funktionieren letztlich nur in der Situation und mit entsprechendem »Treibstoff«.

Besonders lustig fand ich das Zusammensein mit den so genannten Foristas, jenen Menschen also, die unter allerlei Decknamen das Diskussionsforum auf der PERRY RHODAN-Homepage bevölkern. Diese persönlich kennenzulernen, war schon interessant: Wer sich in Diskussionen als durchaus streitlustig zeigte, erwies sich im persönlichen Gespräch als sympathischer, ruhiger Mensch.

Ein zusätzliches Highlight in Garching waren die fremdsprachigen Delegationen: Neben Gästen aus Deutschland, der Schweiz und Österreich und einem Autor aus Italien - Andreas Brandhorst - waren Dutzende von Fans aus Frankreich und den Niederlanden angereist. Von den französischen Gästen erhielten Sabine Kropp und ich am Sonntag mittag ein großformatiges Bild, das Perry Rhodan, Atlan und Gucky vor einer beeindruckenden Weltraumkulisse zeigt.

Als ich am Sonntag nachmittag, 29. Mai 2005, über die in der Hitze flirrende Autobahn zurück nach Karlsruhe fuhr, war ich gebührend erschöpft und verschwitzt. Trotzdem war ich mir mit meinen Kollegen und sicher auch vielen Fans einig: Garching 2005 war wieder eine Reise wert - wir freuen uns auf Garching im Jahr 2007.