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Kurzinfo
13. Februar 2006

Auf in die Zukunft! - Seminar mit Andreas Eschbach

Wieder ein Seminar in Wolfenbüttel, diesmal am Wochenende des 20. bis 22. Januar 2006, diesmal mit  Andreas Eschbach als Partner. Aus terminlichen Gründen reisten wir beide schon am Donnerstag am späten Abend an: Kurz vor 23 Uhr trafen wir uns mit Dr. Olaf Kutzmutz, dem Seminarleiter für Literatur an der Bundesakademie für kulturelle Bildung, um ein erstes Vorgespräch zu führen.

Nach einer weiteren Besprechung am Freitag morgen, in der es um ein geplantes Buchprojekt ging, und einem Pressegespräch am frühen Nachmittag begannen wir mit dem eigentlichen Seminar. Insgesamt 16 Autorinnen und Autoren saßen erwartungsfroh im Raum, um sich über den Science Fiction-Roman und die Arbeit an einem solchen zu informieren.

Alle Teilnehmer kamen aus den unterschiedlichsten Bereichen: Journalisten, Drehbuchautorinnen, Rollenspiel-Autoren und Fan-Schriftsteller, sogar ein Heftromanautor. Sie alle hatten eine Szene aus ihrem Roman sowie die Zusammenfassung ihres Werks auf einer Seite eingereicht. Beides bildete die Grundlage für das Seminar.

Es begann mit einem sehr informativen Einleitungsvortrag von  Andreas Eschbach, in dem der erfolgreiche Schriftsteller erläuterte, wie sich ein Roman aus Szenen zusammensetzt und was die charakteristischen Eigenschaften einer jeder Szene sind: Es findet eine Veränderung statt, und Raum sowie Zeit sind klar definiert. Selbstverständlich ging Andreas mehr in die Details, zeichnete ein »Tafel-Bild« und wartete mit vielen Beispielen aus seiner Praxis sowie aus der Arbeit anderer Autoren auf.

Später besprachen wir die eingereichten Texte der Teilnehmer, wobei vor allem die einzelnen Autorinnen und Autoren wichtig wurden: Sie diskutierten, sie gaben ihre Meinung von sich, sie sollten sagen, was ihnen wie und wo gefallen hatte. Spannende Gespräche entwickelten sich, die auch nach dem offiziellen Ende des Seminars weitergingen - erst um zwei Uhr nachts war an diesem Tag Feierabend.

Der Samstag wurde der intensivste Arbeits- und Seminar-Tag. Morgens wurden die Texte weiter besprochen, mittags bekamen alle eine Schreibaufgabe: Anhand der geäußerten Kritik sollten die jeweiligen Szenen bearbeitet werden. Hinterher druckten die Autorinnen und Autoren ihre Texte aus, kopierten sie und verteilten haufenweise Papier an die anderen. Wie abschließend alle feststellten, hatte diese Übung schon gezeigt, wie gut es vielen Texten tut, wenn man sie mit Kollegen bespricht und dann gleich verbessert.

Abends behandelten wir im Seminar die Exposés, die Autoren schreiben, um ihre Romane bei Verlagen einzureichen. Ebenso ging es um grundsätzliche Gedanken zum Schreiben eines Romans. Was jetzt vielleicht fürchterlich ernsthaft klingt und sehr anstrengend, konnten wir aber sehr unterhaltsam gestalten - es wurde viel gelacht. Auch an diesem Abend dauerte es bis nachts um zwei Uhr, bis wir Schluss machten.

Bleibt der Sonntag, der ruhige Abschluss eines Seminars. Morgens besprachen wir mit den Autorinnen und Autoren noch ihre Exposés, diskutierten über Handlungsentwürfe und Romanideen, bevor  Andreas Eschbach und ich noch einen Arbeitsblock einschoben, der in etwa »wie arbeiten eigentlich Verlage?« hätte heißen können.

Und mittags begann die Heimreise. Wieder einmal lernte ich selbst in diesem Seminar sehr viel, zudem lernte ich interessante Autorinnen und Autoren kennen. Es bleibt abzuwarten, was aus diesem Seminar an künftiger Zusammenarbeit entstehen wird ...

Jetzt habe ich erst wieder eine Weile Ruhe - das nächste Seminar ist im Dezember 2006. Da wird es um die Science-Fiction-Kurzgeschichte gehen, und mein Partner ist dann der Schriftsteller Gisbert Haefs.