24. März 2006
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Konzentriert: Dirk Schulz zeichnete für die begeisterten Messebesucher zahlreiche persönliche Kunstwerke. |
Die diesjährige
Leipziger Buchmesse ist auch schon wieder Geschichte - wieder einmal tummelten sich Zigtausende von Besuchern in den modernen Messehallen, wieder einmal gab es zahllose Lesungen auf verschiedenen Bühnen, und wieder einmal gaben sich praktisch alle deutschen Verlage ein Stelldichein in der sächsischen Metropole.
Mit dabei war zum zweiten Mal die PERRY RHODAN-Redaktion mit einem eigenen Messestand. Organisiert von
Klaus Bollhöfener, hatten wir uns in der Halle 2 angesiedelt, die ansonsten vor allem von Comic- und Rollenspiel-Verlagen dominiert wurde. Wir gingen bewusst in diese Halle: Dort treffen sich junge Leute, dort können wir gezielt auch potenzielle neue Leser ansprechen. Und die Fans, die uns ohnehin schon kennen, finden jederzeit den Weg zu uns.
Für solche Besuche stand unsere Messe-Gruppe vom 16. bis 19. März 2006 zur Verfügung. Vom Verlag waren
Miriam Hofheinz,
Klaus Bollhöfener und ich vor Ort, hinzu kamen der Autor
Michael Marcus Thurner sowie die Zeichner
Dirk Schulz und
Swen Papenbrock. Als spontaner Besucher schaute
Hubert Haensel mit seiner Familie am Samstag vorbei - im Messegedränge hatte ich leider viel zu wenig Zeit, um ausführlich mit ihm zu sprechen.
Was die Leipziger stark von der Frankfurter Buchmesse unterscheidet, ist die lockere Atmosphäre. Frankfurt wird vom Geschäft geprägt, von Lizenzgesprächen und einem starken Presserummel. In Leipzig steht das Gespräch zwischen Leser und Autor sowie Verlag im Vordergrund - so auch bei uns.
Ich unterhielt mich mit sehr vielen verschiedenen Lesern, die beileibe nicht nur aus den neuen Bundesländern kamen. Gut in Erinnerung blieb mit das Gespräch mit zwei jungen Lesern aus Baden-Württemberg, die eine eigene Jugendzeitschrift herausgeben, oder das Gespräch mit dem schätzungsweise fünfzig Jahre alten Internisten, der einen ganz anderen Blick auf die Serie hat als die jungen Leute.
Manche Leser äußerten sich kritisch zu aktuellen Entwicklungen, aber es kamen immer wieder Menschen, die ein begeistertes »weiter so!« übermittelten oder sich bei den Autoren für »jede Woche so viel Fantasie« bedankten. Großen Anklang fanden die neuen Projekte, die wir am Stand deutlich herausstellten: Wir erhielten Lob für die Gestaltung der »Schwarm«-Bände und ein extrem positives Feedback zu den geplanten vier Büchern des »Plophos«-Zyklus.
Aber das absolute Highlight am Stand war der großformatige PERRY RHODAN-Bildband »ALL-Mächtiger«, den Eckhard Schwettmann im Hannibal-Verlag veröffentlicht hat. Hierzu werde ich in einem gesonderten Logbuch etwas schreiben - angesichts der Textfülle habe ich das umfangreiche Werk noch nicht mal vollständig gelesen. Wir stellten einige der Bücher aus, und viele Besucher blätterten sie interessiert und mit großer Begeisterung durch.
Wichtig bei einer solchen Messe sind stets die Termine außerhalb: in diesem Fall eben die Fachgespräche im Hotel, bei denen Zeichner, Autoren und Redaktion allerlei neue Projekte besprachen. Oder der Besuch beim PERRY RHODAN-Stammtisch in Leipzig: Wir hatten viel zu wenig Zeit, unterhielten uns aber ganz gut, bevor wir zu einer Buchhändler-Party in die Moritzbastei gingen.
Alles in allem war die Leipziger Buchmesse auch in diesem Jahr ein großer Erfolg für uns: Wir präsentierten PERRY RHODAN vor einem engagierten und interessierten Publikum. Keine Frage, dass wir das im nächsten Jahr wiederholen werden.