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Kurzinfo
12. April 2006

Autorenkonferenz 2006

Es gibt wiederkehrende Ereignisse bei PERRY RHODAN, die schon fast an Rituale erinnern. Mit dazu gehört die Autorenkonferenz, die alljährlich stattfindet - in den letzten zehn Jahren praktisch immer im Frühjahr. Als am Dienstagmorgen, 11. April 2006, die Autoren den Verlag in Rastatt verließen, waren sich diesmal alle einig: Die Konferenz des Jahres 2006 war sehr konstruktiv, nach Ansicht mancher Kollegen sogar die fruchtbarste der letzten Jahre.

Der Einstieg verlief schon sehr engagiert: Als sich das Autorenteam am Sonntag abend, 9. April, zu einem gemütlichen Abendessen traf, lagen bereits die ersten Arbeitspapiere vor, hatten manche Kollegen auf diese Papiere mit weitergehenden Papieren reagiert, die alle verteilt und gleich diskutiert wurden.

Mit dabei war auch  H.G. Francis als einer der Altmeister der Serie, der engagiert mitdiskutierte und zu vorgerückter Stunde mit zahllosen Geschichten aus der PERRY RHODAN-Vergangenheit zu unterhalten wusste. Wir hatten im Restaurant und an der Hotelbar sehr viel zu lachen; zwischendurch diskutierten wir in kleinen Gruppen beispielsweise über die aktuelle Situation bei der ATLAN-Serie oder über Autoren, die wir gemeinsam gerne lesen.

Der eigentliche Konferenztag war der Montag, 10. April: Morgens um zehn Uhr stand der Konferenzraum im Verlag bereit. Tischvorlagen lagen auf den Plätzen, gespannte Mienen herrschten vor. Cornelia Schulze, unsere Verlagsleiterin für den Zeitschriftenbereich, informierte anhand vorbereiteter Grafiken über den aktuellen Stand der Dinge und berichtete über das allgemeine Geschehen im Verlag sowie im Zeitschriftenbereich.

In kleineren »Vorträgen« stellten die Redaktionsmitglieder die aktuelle Situation ihrer Arbeitsbereiche vor:  Frank Borsch zu den Auslands-Lizenzgeschäften,  Sabine Kropp zu Buchprojekten und der ATLAN-Serie,  Miriam Hofheinz sowie  Klaus Bollhöfener zu Marketing, Veranstaltungen, Werbung und Anzeigenmotiven. Aus den einzelnen Berichten entwickelten sich immer wieder kurze Diskussionen, in denen die Autoren eigene Vorschläge einbrachten.
Richtig spannend wurde es aber, als wir an die inhaltliche Arbeit gingen.  Robert Feldhoff hatte ein Papier erarbeitet, in dem er die Handlung bis Band 2399 klar skizzierte und den Ausblick darüber hinaus - der uns schon bekannt war -, weiter konkretisierte. Gespräche darüber und wie die Leser welche Themen annehmen würden, beherrschten die Konferenz im weiteren Verlauf.

Nach der Mittagspause bildeten wir insgesamt drei Arbeitsgruppen, in denen die Autoren einzelne Themenbereiche intensiv diskutierten. Die Ergebnisse dieser Gruppen - unter anderem ging es um die weitere Detail-Entwicklung auf Terra - wurden anschließend in der gesamten Runde besprochen. Ich empfand das ganze als sehr fantastisch, sehr vielseitig und sehr spannend - ich war beeindruckend von der Fülle an Ideen, die an diesem Nachmittag entstanden.

Das gemütliche Abendessen im nahe gelegenen italienischen Restaurant sowie der anschließende Umtrunk an der Hotelbar war von vergnüglichen Gesprächen und viel Unterhaltung geprägt; ernsthafte Diskussionen gab es allerdings ebenfalls. Unter anderem ging es hier um eine möglichst attraktive neue »Nebenhauptperson« sowie die Entwicklung eines neuen »Alien-Volkes«.

Ich persönlich empfand die Konferenz als sehr bereichernd. PERRY RHODAN ist mit diesem Autorenteam auf einer sehr guten Spur. Das bestätigte auch Walter A. Fuchs, der Geschäftsleiter des Pabel-Moewig Verlags, bei seiner Ansprache vor dem Abendessen: »Dieses engagierte Team wird die Serie weiter in die Zukunft führen. Auf die nächsten 45 Jahre!«
Und diesem letzten Satz kann ich mich nur anschließen ...


© Erik Schrader
Brainstorming