27. April 2006
Allen Lesern, die gerne »Abgefahrenes« lesen, aber noch nicht die gesamte PERRY RHODAN-Serie kennen, möchte ich den morgen erscheinenden Doppelband 1230/31 der fünften Auflage ans Herz legen: Beide Romane wurden von
Thomas Ziegler geschrieben, und beide stehen in einem engen inhaltlichen Zusammenhang.
Band
1230 unter dem Titel »Pychofrost« zeigt die Milchstraße im Jahr 428 NGZ im Kampf gegen den Dekalog der Elemente, einer Armada der
Chaotarchen, die aber nicht im Zusammenhang mit der Terminalen Kolonne TRAITOR steht. Gegenspieler von
Perry Rhodan und den Terranern ist in dieser Zeit der mysteriöse Herr der Elemente.
Im dem Doppelband setzt er die Eisige Schar gegen die
Milchstraße in Marsch. Zwölf Millionen Wesen sind mitsamt dem Posbiplaneten Chort in die Minuswelt gestürzt, eine Art anderes Universum - der Aufenthalt dort wiederum hat sie stark verändert. Die entstandenen Eisigen, wie man diese Wesen nennt, werden in Richtung Verth in Marsch gesetzt, zur Hauptwelt der
Gataser. In der
Eastside, im Machtbereich der
Blues, kommt es nun zur Auseinandersetzung.
Beteiligt daran ist der Medientender KISCH, geleitet von dem Journalisten und Medienmacher Kron Meisenhart - im übrigen ein typisches Beispiel für eine besonders gelungene Figur Thomas Zieglers. Ich will keine großen Worte über ihn verlieren: Kron Meisenhart hat mich als Leser vor über zwanzig Jahren begeistert, und ich habe mich beim Blättern in den alten Romanen dieser Tage erneut sehr amüsiert. Wer diese Figur aus dem Perryversum nicht kennt, hat wirklich etwas verpasst.
Den Höhepunkt der Auseinandersetzung um Gatas schildert
Thomas Ziegler in »Unternehmen Thermoschild« - der Roman spielt im Verth-System. Die Flotte der Eisigen steht in diesem Roman gegen eine Flotte der Blues, die zahlreiche Raumminen gegen die Angreifer einsetzt. Und als dann irgendwann noch die Elemente des Geistes und die Elemente des Raumes auftauchen, wissen die Terraner, dass die Chaosmächte zu einem großen Schlag ausholen ...
Auch der zweite Teil des Doppelbandes wartet mit bizarren Ideen und teilweise schrägem Humor auf, verzichtet aber nicht auf die tragische Komponente - die Eisigen sind sowohl Opfer als auch Täter. Neben der durchgeknallten Besatzung des Medientenders KISCH sind zudem die Kosmokraten Taurec und Vishna in ihren Inkarnationen wesentliche »Helden« des Romans; ganz zu schweigen von irrwitzigen
Blues mit ihren eigenen Schwierigkeiten.
Für viele Leser gehörten die Bände um Kron Meysenhart zu den besten Romanen des Chronofossilien-Zyklus. Wer heutzutage wissen will, warum viele Leser den »Psychofrost« und andere Ziegler-Bände so mochten, der möge einen Blick in diesen vorzüglichen Doppelband werfen.