5. Mai 2006
Logbuch der Redaktion:
Das Comic-Heft ist endlich da!

Das Cover von Swen Papenbrock und der Titel »Das Versteck im Hyperraum« stimmen schon auf den knallbunten Inhalt ein. Ganz klar: Mit der Story sowie den Zeichnungen orientieren sich die Macher an den klassischen PERRY-Comics, die in den 70er Jahren mit psychedelischer Farbgebung und origineller Gestaltung für die damalige Zeit Maßstäbe gesetzt haben.
Ich warne aber im voraus: Was damals gewisse Moralapostel störte, wird auch heutzutage nicht jedermann gefallen. Es gibt eben - wieder einmal - sehr leicht bis gar nicht bekleidete Raumfahrerinnen ... und Perry Rhodan selbst trägt eine Frisur, die heutzutage nicht einmal mehr Fußballspieler in der Kreisliga über den Platz wehen lassen. Das ganze wird allerdings mit Eigenironie und ohne jeglichen bitteren Ernst serviert; ich zumindest hatte bei der Lektüre und beim Betrachten der bunten Bilder ständig ein breites Schmunzeln im Gesicht.
Zum schrägen Gesamtbild passt, dass Karl Nagel als Herausgeber des Comics tatsächlich Leserbriefe aus den 70er Jahren veröffentlicht hat. In diesen empören sich die Schreiber über die »spärlichen Bordkombinationen« oder die Tatsache, dass es zu wenig Raumsoldaten gäbe. Sehr amüsant!
Mit der Nummer 130 auf dem Cover knüpft das Heft bewusst an die alten PERRY-Comics an, die in den 70er Jahren eingestellt worden sind. Gleichzeitig macht das Signet mit »Neue Reihe #0« klar, dass es sich bei dem vorliegenden Heft um die so genannte Nullnummer einer neu geplanten Serie handelt. Sofern das Interesse und der Zuspruch der Leser stimmen, wird es also eine Fortsetzung geben.
Für 1,95 Euro ist das Heft geradezu spottbillig. Es ist zu hoffen, dass nicht nur die Abonnements in rauen Mengen zusammenkommen, sondern dass es auch genügend Fans gibt, die das Heft am Kiosk und im Comic-Fachhandel kaufen werden. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Homepage des neuen Comics: www.perry-comic.de.


