17. Mai 2006
Logbuch der Redaktion:
Im »Schleusenkrug« mit Frank Böhmert

Bei einem gemütlichen Frühstück besprachen Frank Böhmert und ich die weiteren Projekte, die wir gemeinsam in die Wege leiten wollen. Unter anderem ging es erneut um die PERRY RHODAN-Hörspiele, die Frank auf Basis des »Sternenozean«-Zyklus geschrieben hat - nach wie vor bin ich von der Qualität der entstandenen Manuskripte sehr überzeugt. Kombiniert mit den tollen Sounds und der hervorragenden Machart der eigentlichen Hörspiele, die von der Produktionsfirma STIL vorgelegt wurden, dürften das insgesamt überzeugende Umsetzungen der Romane werden.
Ein wichtiges Thema war der Roman »Die Ratten der JERSEY CITY«, der als Band 2341 innerhalb der PERRY RHODAN-Serie erscheinen wird. Der zweite Roman, den Frank zur Serie beisteuert; damit ist er längst kein Gastautor mehr. »Keine Ahnung, wie wir deinen Status jetzt beschreiben sollen«, sagte ich und lachte. »Vielleicht als Dauergastautor.« Dabei ist das Exposé für den vorliegenden Roman kein »besonderes«: Frank erhielt ein typisches Serien-Exposé, das nicht speziell für einen Gastroman geschrieben wurde.
Wir diskutierten über sprachliche Dinge bei diesem Roman, über die Entwicklung der Charaktere und über die Besonderheiten, die Frank einbauen will oder schon eingebaut hatte. Terminlich war er zum Zeitpunkt unseres Gespräches extrem spät dran, so dass ich schon nervös geworden war - dafür schien aber die schriftstellerische Qualität zu stimmen.
Nach dem Heftroman kamen wir zum Taschenbuch: Frank Böhmert ist einer von den Autoren, die sich derzeit intensiv in das Thema der nächsten Heyne-Taschenbuchreihe einarbeiten. Zwar kam er bislang noch nicht dazu, mit dem eigentlichen Roman zu beginnen, dafür war er aber völlig im Bilde, was die aktuellen Diskussionen der Schriftstellerkollegen untereinander angeht. So konnten wir auch schon über den »Posbikrieg« und dessen inhaltliche Ausrichtung diskutieren.
Dann aber kam Franks Stunde: »Ich hab’ dir einen PERRY RHODAN-Roman mitgebracht«, sagte er und legte ein zusammengetackertes, selbstgemachtes Heft auf den Tisch. »Das ist von Ben, meinem dreijährigen Sohn, sein erstes PERRY RHODAN-Heft. Er hat extra gesagt, das soll ich dem Klaus mitbringen.«
Ich freute mich gebührend, blätterte das mit Buntstiften sehr farbenprächtig gestaltete Heft durch und war sehr beeindruckt. Der Jungautor des Jahres 2026 hatte hiermit seine erste Bewerbung vorgelegt - ich nahm mir vor, den weiteren Werdegang des Jungen im Auge zu behalten. Und aus diesem Grund wird dieses Logbuch durch das Titelbild des Ben-Romans illustriert.


