9. Juni 2006
Zum siebzehnten Mal fand in diesem Jahr der ColoniaCon statt, das Treffen der Kölner Science-Fiction-Fans. Warum man sich das Pfingst-Wochenende ausgesucht hat, ist das Geheimnis der Veranstalter - bei mir war das rein terminlich nicht einfach zu leisten, und der ATLAN-Redakteurin
Sabine Kropp war es unmöglich, nach Köln zu fahren.
Also fuhr ich allein, aber ich reiste nur für den Samstag, 3. Juni 2006, in die Domstadt; zu mehr Tagen reichte es schlicht nicht aus. Als ich im Jugendpark ankam, einem Jugendzentrum auf den Rheinwiesen von Köln-Deutz, waren trotz Pfingsten schon viele Fans anwesend. Wie ich später hörte, waren schätzungsweise 250 Besucher auf dem Con; angesichts der stellenweise überfüllten Räumlichkeiten glaube ich das gern.
Da ich aufgrund der Verkehrsbedingungen ein bisschen spät eintraf, blieb mir nicht viel Zeit, den Con anzuschauen: Ich stürzte mich gleich in die Kegelbahn, wo bereits um elf Uhr die Mitgliederversammlung der PERRY RHODAN-FanZentrale begonnen hatte.
Hermann Ritter und der noch amtierende Vorstand gaben ihren Bericht ab, es wurde viel diskutiert, und anschließend wurden die Vorstände entlastet. Ein Antrag, die FanZentrale wegen diverser Probleme aufzulösen, wurde von der Mehrheit der Besucher abgelehnt.
Also konnte anschließend ein neuer Vorstand gewählt werden, der sich jetzt aus
Rüdiger Schäfer - bekannt unter anderem als ATLAN-Autor und als Betreuer der ATLAN-Leserseiten - als Vorsitzendem, André Boyens als Schriftführer und Herbert Keßel als Kassenwart zusammensetzt. Hoffen wir das beste, dass die größte Vereinigung von PERRY RHODAN-Fans mit der neuen Mannschaft zu neuen Höhenflügen aufbrechen kann.
Eigentlich musste ich auf dem ColoniaCon nur an einem einzigen Programmpunkt teilnehmen: Es ging um ATLAN. Zusammen mit den Autoren
Uwe Anton,
Achim Mehnert,
Rüdiger Schäfer und
Wim Vandemaan sowie Werner Fuchs von
Fantasy Productions stellte ich mich den Fragen der Leser. Diskutiert wurden die Gründe für die Einstellung, gefragt wurde aber auch danach, wie es jetzt weitergeht.
Als Marc O. Szodruch, der Verlagsleiter bei Fantasy Productions, die Titelbild-Entwürfe für die neuen ATLAN-Taschenbücher zeigte, waren die Fans größtenteils sehr angetan davon. Ein gutes Gefühl für den Start des ersten Handlungsabschnitts - der LEPSO-Trilogie übrigens ...
Hinterher diskutierten wir im Restaurant des nahe gelegenen Schwimmbades über die ATLAN-Taschenbücher. Mit
Klaus Bollhöfener als unserem Marketing-Mann saß ich den zwei Kollegen von FanPro gegenüber; mit am Tisch saß auch jener Autor, der den ersten der neuen ATLAN-Taschenbücher schreiben wird. Wir sprachen über Marketing und Inhalte, über Titelbilder und Werbung, über Veranstaltungen und Pressearbeit - was man eben so tut, wenn man eine neue Buchreihe startet.
Zurück im Congebäude: Ich kam gerade rechtzeitig in den Saal, in dem der PERRY RHODAN-Programmpunkt lief, und musste aufs Podium. Es gab tatsächlich eine Frage, die von den Autoren
Uwe Anton und
Leo Lukas nicht beantwortet werden konnte. Nun denn ... Vertriebsfragen sind in der Tat nicht das Metier der Autoren.
Hinterher ließ ich mich durch die Menge treiben, unterhielt mich mit den Besuchern und beantwortete brav alle Fragen, die mir gestellt wurden. So kam ich zu spät in den großen Saal zurück, wo ich mich köstlich über eine Abend-Show amüsierte, bei der
Robert Vogel und
Leo Lukas über »Star Gate« und PERRY RHODAN, über Leserwünsche und seltsame Begegnungen plauderten. Das Publikum lachte herzlich, ich fand es ebenfalls großartig - sehr schön!
Anschließend gleich wieder ins Lokal: Mit den Autoren
Uwe Anton und
Leo Lukas sowie
Dr. Hartmut Kasper als Redakteur besprach ich die anstehenden Aufgaben rings um den anstehenden
POSBI-KRIEG-Zyklus, der ab November 2006 bei Heyne erscheinen wird.
Als ich gegen 22 Uhr zum Congebäude zurück kam, war das offizielle Programm längst vorüber. Die verbliebenen Fans hatten sich trotz der kühlen Witterung zu einer Grillparty in den Hof des Jugendparks begeben, wo ich mich noch eine Weile unterhielt. Gegen 23 Uhr machte ich mich dann auf den Rückweg nach Karlsruhe - ein anstrengender, aber schöner Con-Tag war vorüber.