28. Juni 2006
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Comic-Salon: Das Kongresszentrum in Erlangen war zentraler Ort für Deutschlands größte Comic-Veranstaltung. |
Bei tropischen Temperaturen fuhr ich am Freitag, 16. Juni 2006, zum diesjährigen
Comic-Salon nach Erlangen. Zum zwölften Mal wurde die fränkische Stadt an diesem Wochenende zum europaweiten Treffpunkt für Comic-Fans aller Art.
Man muss sich so einen Comic-Salon wie eine Mischung aus Buchmesse und Science-Fiction-Con vorstellen, mit dem einen wichtigen Unterschied, dass die Veranstaltung in zahlreichen Gebäuden der Stadt abläuft: In Museen gibt es Ausstellungen, die Comic-Kunst präsentieren, während im Kongresszentrum an rund 150 verschiedene Messeständen die Verlage und die Händler zeigen, was sie anzubieten haben.
Gut 300 Comic-Künstler waren laut Angaben der Veranstalter anwesend und signierten an den verschiedenen Ständen. Und überall waren Comic-Fans, die sich informierten, die sich zu Gesprächsrunden trafen oder die dem informativen Programm im Kongresszentrum lauschten. Ich persönlich schaute mir beispielsweise die Ausstellung mit den deutschen Künstlern Isabel Kreitz, Ulf K., Uli Oesterle,
Flix und Thomas von Kummant an - eine faszinierende Vielfalt an Stilrichtungen und Erzählweisen.
Selbstverständlich kaufte ich auch Comics, wie sich das bei einem Besuch einer solchen Messe gehört. Und ich ließ mir die eine oder andere Signatur in ein frisch gekauftes Buch zeichnen. Darüber hinaus nahm ich - wie die meisten anderen Besucher - an den Ständen viel Informationsmaterial mit.
Aber natürlich ging es bei einem solchen Besuch wieder einmal um PERRY RHODAN. Mit
Dirk Schulz unterhielt ich mich in der Mittagszeit über seine Arbeiten, die er für das
PERRY RHODAN-Extra 3 anfertigen wird.
Und ich schaute am Stand der
Alligator-Farm vorbei. Der Hamburger Kleinverlag präsentierte nicht nur seinen PERRY-Comic, sondern auch das recht außergewöhnlich wirkende Comic-Album
»Elbschock«, das Stories enthält, die ältere Comic-Fans an die Anfänge der »U-Comix« in den früheren 80er Jahren erinnern.
Die Zeichner Philip Cassirer und Simone Kesterton bemalten nicht nur den Stand der Alligator-Farm mit großen Gucky- und Perry-Rhodan-Zeichnungen; sie signierten auch den anwesenden Fans die frisch gekauften Hefte. Auch Kai Hirdt, der Texter der Comics, und Karl Nagel, der Leiter der Alligator-Farm, waren anwesend, diskutierten mit den Besuchern - oder veranstalteten eine Show zum Thema »Elbschock«. Für Unterhaltung war an diesem Stand allemal gesorgt.
Später saß ich noch lange mit verschiedenen Zeichnern und Redakteuren anderer Verlage zusammen; wir sprachen über die aktuelle Szene, über die Entwicklungen im Comic-Markt und anderes - was man ebenso tut, wenn man sich zum Fachsimpeln trifft. Und als ich am späten Abend von Erlangen in Richtung Heimat aufbrach, den Kofferraum voll mit neuen Comic-Alben, hatte ich das Gefühl, wieder einmal einen sehr informativen und unterhaltsamen Tag verbracht zu haben.
Bis in zwei Jahren - zum nächsten Comic-Salon!