2. März 2007
Als ich in den späten 70er Jahren damit begann, die PERRY RHODAN-Serie regelmäßig zu lesen, war einer meiner ersten Romane »Der Mann von Barkon« von
Clark Darlton. Das Schicksal des Teletemporariers Ernst Ellert, von dem ich in diesem Heft das erste Mal etwas mitbekam, faszinierte mich ungemein, auch wenn ich noch nicht alles verstehen konnte, was in dem Roman erzählt wurde.
Und als ich dann richtig in die Handlung der damaligen Erstauflage einstieg, stellte ich mit wachsender Begeisterung fest, wie vielseitig die Romane waren und welch abwechselnde Abenteuer sie für mich bereit hielten. Die PERRY RHODAN-Begeisterung, die mich in dieser Zeit erfasste, wurde dadurch noch stärker angefacht - und ich lernte die Mysterien des Perryversums kennen ...
Jetzt liegt erneut ein Teil dieser packenden Geschichte als Silberband vor: Buch 97 ist unter dem Titel
»Rebell gegen ES« aus der Druckerei gekommen, wurde mir in diesen Tagen druckfrisch auf den Tisch gepackt und lädt dazu ein, dass ich es gleich lese. Ich bin sicher, dass viele der damaligen Geschichten in der stets sorgsamen Bearbeitung durch
Hubert Haensel noch an Faszination gewonnen haben.
Ausgeliefert wird der Silberband offiziell am 6. März, in die Buchhandlungen kommt er also wohl am 9. März spätestens; bei den Versendern und Buchhändlern kann er selbstverständlich schon jetzt vorgemerkt werden.
Wobei selbstverständlich der von mir zitierte »Mann von Barkon« nur ein Teil des gesamten Bandes ist. Insgesamt geht es ja um »größere Themen«, die für die weitere Fortführung der PERRY RHODAN-Handlung von großer Bedeutung sind.
So bildet das Geschehen um den sogenannten Mehrfachmenschen, als welcher Kershyll Vanne bezeichnet wird, die kosmische Ebene des Romans: Bildet der
Terraner, in dessen Körper sieben menschliche Bewusstseine als ein »Konzept« zusammenwirken, etwa eine weitere Stufe der Evolution? Sieht so die Zukunft der Menschheit aus, oder handelt es sich um einen Irrweg, den die
Superintelligenz
ES hiermit nur beschleunigt hat?
Neben dieser spannenden Frage, die in »Rebell gegen ES« im Vordergrund steht, geht es im vorliegenden Silberband um den weiteren Widerstand in der
Milchstraße. Bekanntlich wird zur Handlungszeit des Jahres 3584 alter Zeitrechnung nach wie vor die Menschheitsgalaxis von den Laren und den von ihnen als Statthalter eingesetzten
Überschweren beherrscht - doch der Widerstand wird stärker. Sogar die Rechengenies des Konzils der Sieben, die Kelosker, folgen nicht mehr den Vorgaben ihrer Herrscher, sondern ihrem eigenen Plan. Die Freiheit der
Milchstraße scheint nahezurücken ...
In einer anderen Handlungsebene geht es um die
Haluter, die sich aus der
Milchstraße zurückgezogen haben und um ihre Zukunft ringen.
Ronald Tekener und Jennifer Thyron treten - anfangs gegen ihren Willen - in Kontakt zu den vierarmigen Riesen, die auf ihrer Rückzugswelt mit eigenen Problemen zu kämpfen haben.
Die Autoren der damaligen Zeit, deren Romane sich in diesem Silberband wiederfinden, waren
H.G. Francis,
Clark Darlton,
Kurt Mahr und
Ernst Vlcek. Mit seinen Haluter-Romanen und dem abschließenden Höhepunkt der Laren-Handlung schrieb
H.G. Francis den Löwenanteil in »Rebell gegen ES«: eine Abfolge spannender Abenteuer, die jeweils auf einen packenden Höhepunkt zulaufen.
Die Exposés verfasste damals
William Voltz, von dem im vorliegenden Buch leider kein Roman enthalten ist - ich finde aber, dass die damaligen Autoren die Ideen ihres Kollegen sowie ihre eigenen Überlegungen in hervorragende Romane umsetzen konnten.
»Rebell gegen ES« ist somit erneut ein herrlicher Rückblick in die zweite klassische Zeit der PERRY RHODAN-Serie, die in den späten 70er Jahren von der Weltsicht des Schriftstellers
William Voltz geprägt wurde. Für Leser, die damals die Hefte kauften und lasen, ist es eine tolle Gelegenheit, sich an diese Zeit zu erinnern. Und für die Lesergeneration von heute bietet der Silberband mit der Nummer 97 einen interessanten Blick in eine Vergangenheit mit Auswirkungen ins Heute.