7. März 2007
Der Planet Pakuri ist eine ausgesprochen freundliche Welt. Besiedelt wird er vorrangig von den Ueeba, die eine seltsame Kultur pflegen, in der gemeinsamen Feiern eine hohe Bedeutung zugemessen wird.
Doch auf Pakuri leben auch andere Wesen, darunter
Posbis, die auf dieser Welt als »Alles für euch« bezeichnet werden und sich entsprechend verhalten: Sie umhegen die Ueeba, sie helfen ihnen, sie dienen ihnen, als seien sie ihre Kindermädchen. Kein Vergleich also zu den
Posbis, die in den anderen Teilen der Galaxis Ambriador einen fürchterlichen Krieg gegen die Menschen führen, die dort das Imperium Altera gegründet haben.
Das ist nicht der einzige Unterschied zur restlichen Galaxis, den Pakuri aufweist: Hier siedelt nämlich ebenso eine kleine Kolonie der Kelosker, die es - wie
Posbis, Menschen und Laren - nach Ambriador verschlagen hat. Die wohl klügsten und am weitesten entwickelten Mathematiker des bekannten Universums haben auf Pakuri ein Objekt ihres Interesses gefunden, an dem sie schon seit Generationen arbeiten und für dessen Erforschung sie die Mithilfe der Ueeba brauchen.
Mit dieser Welt, die für Menschen in mancherlei Hinsicht seltsam wirkt, werden der Teleporter
Startac Schroeder und seine Begleiterin Tamra Cantu konfrontiert. Und irgendwann kommen auch
Perry Rhodan und seine Begleiter nach Pakuri und müssen herausfinden, in welchem Zusammenhang die Ueeba und Kelosker mit den interstellaren Konflikten der Galaxis stehen.
Soweit der Rahmen für den fünften Band der »Posbi-Krieg«-Reihe, der dieser Tage im Heyne-Verlag erschienen ist. Diese Taschenbuchreihe erzählt in sechs Bänden einen kleinen PERRY RHODAN-Zyklus, daran beteiligt sind neben Autoren der Heftromanserie auch »freie« Kollegen. Einer davon ist
Frank Böhmert, und von ihm stammt der vorliegende fünfte Band, der unter dem Titel »Die Psi-Fabrik« in den Buchhandlungen liegt.
Mir hat vor allem die Darstellung der Ueeba gefallen. Der Autor führt die kleinen Wesen mit ihren durchaus skurrilen Verhaltensweisen wunderbar ein, er beschreibt sie gut und lässt mich als Leser bei ihren Gedanken und Handlungen mitfühlen. Das ist originell und unterhaltsam gleichermaßen und wird durch die Rhodan-Handlungsebene sehr schön ergänzt.
Der Gegensatz der
Posbis in diesem Roman zu den kriegstreibenden Robotern der anderen Romane überrascht bei der Lektüre, wird aber glaubhaft erklärt - wer es schätzt, bei seiner PERRY RHODAN-Lektüre immer wieder einmal überrascht zu werden, ist hier an der richtigen Adresse.
Der fünfte Band des
»Posbi-Krieg«-Zyklus lebt davon, dass er ein wenig anders ist: Seine Helden sind meist sehr originell und verhalten sich häufig anders als gewohnt. Dass
Frank Böhmert in seinen Roman noch Roboter mit Gefühlen, verwirrende Kelosker und einen unternehmungslustigen
Perry Rhodan auftauchen lässt, macht die Lektüre zusätzlich abwechslungsreich.
Frank Böhmerts Roman ist anders als die anderen fünf Taschenbücher des Zyklus, fügt sich aber sehr schön ins Gesamtgeschehen ein. Er ergänzt die bisherige Handlung, womit er für jeden Zyklusleser unverzichtbar ist, aber er bereichert sie derart um eigenständige Facetten, dass er auch für solche Leser interessant sein sollte, die nicht den gesamten Zyklus verfolgen.