28. März 2007
Innerhalb der PERRY RHODAN-Redaktion bin ich unter anderem dafür zuständig, die Titelbildzeichner und ihre Arbeit für die Erstauflage zu koordinieren. Aber natürlich beobachtete ich, was bei ATLAN aufs Cover kam - und bei den Covers für den FLAMMENSTAUB-Zyklus war es soweit. Ich sah, wie gelungen die Titelbilder waren, die
Arndt Drechsler einreichte, und so entschied ich mich dafür, ihm einen Gastauftritt bei PERRY RHODAN zu ermöglichen. Ich fand, dass Arndts Stil sich entwickelt hatte und er immer bessere Bilder beisteuerte.
Mitte Oktober 2006 war es soweit. Die Produktionspläne für das Jahr 2007 lagen vor und ich unterbreitete bei unserer Redaktionsbesprechung meine Idee. Eine Woche später war bereits alles mit Arndt vereinbart. Er freute sich über die Ehre des Auftrages, hatte keine Probleme mit den Terminen und war bis zum Anschlag gespannt auf die Exposés.
Die weitere Zusammenarbeit lief super! Professionell und äußerst engagiert. Manchmal musste ich schmunzeln über Arndts Zeilen, wie Detail versessen - im positiven Sinne - er sein konnte und wie emotional er seine Motive anging... An den vielen Zwischenschritten bis zur fertigen Titelbildstaffel will ich euch daran ein wenig teilhaben lassen.
Ich bat Arndt, ein paar persönliche Worte zu seiner Arbeit zu verfassen. Hier sind sie:
»Die Motive habe ich mir rein über die Exposés erarbeitet. Da diese derart genau ausgearbeitet sind, war es nicht nötig, mit einem Autor zu telefonieren. Zur Sicherheit informiere ich mich jedoch über die einzelnen Charaktere oder Raumschiffe in Internetdatenbanken.
Ich möchte beim Design keine Fehler machen. Ist mir aber das Grunddesign mancher Figuren oder Schiffe zu bieder, erlaube ich mir, es leicht abzuändern, um es für das Cover ansehnlicher zu machen. Beispiel: Der Flottentender auf dem PR-Titelbild
2380 hat normal vorne eine Gondel, welche ich gegen eine Kugel ausgetauscht habe, da diese meines Erachtens besser ins Bild passt.
Auch der Original-Aquinas war mir für ein Cover zu unästhetisch. So lehne ich ihn mehr an Dirks kraftvoller Darstellung an.
Weiteres Ziel ist, ein Cover, speziell die Personen, realistisch erscheinen zu lassen.
Im Übrigen sind, wie immer, alle Bilder frei Hand gemalt. Da lege ich echt Wert drauf, da viele immer meinen, man müsse am Computer nur ein paar Tasten drücken, und dann hat man das Bild... Die Zeit, die ich für den Entwurf verwende, ist meist länger, als die Zeit, die ich für die Reinzeichnung selbst brauche.«Der Beweis: Der Flottentender als gezeichnete Studie...

...der ausgearbeitete Entwurf, bereits mit Logo und Blanko-Titel versehen...

... die Endversion mit kleinen Korrekturen. O-Ton: »Ich habe dir zwei Farbversionen geschickt. Bunt und eine mit etwas realistischeren Farben, welche ich bevorzugen würde. Den zweiten Tender habe ich weggelassen, da er das Bild überladen hätte. Dafür ist die Stimmung der Millionen Grad heißen Corona, durch die sich der Tender den Weg bahnt, rüber gekommen. Das absolute Inferno also, das alles extrem aufheizt.«

Fortsetzung folgt am 2. April 2007.