20. April 2007
Die PERRY RHODAN-Autorenkonferenz ist seit vielen Jahren ein zentrales Element unserer Jahresplanung: Die Autoren treffen sich, sie tauschen ihre Ideen aus, und das Ergebnis der vielen Gespräche ist dann eine Ideensammlung, aus der
Robert Feldhoff in der Folge seine Exposés entwickelt. Diese wiederum sind bekanntlich der Ausgangspunkt für die PERRY RHODAN-Romane.
Bei der diesjährigen Konferenz war einiges anders: Zum ersten Mal nahmen die Titelbildzeichner daran teil, und zum ersten Mal wurden während der Konferenz Filmaufnahmen und Interviews geführt. Aus diesem Grund veränderten wir den Ablaufplan in einigen entscheidenden Punkten.
So ging es in diesem Jahr bereits am Montag, 16. April, los. Die Autoren, die Zeichner und die Redaktionsangehörigen trafen sich mittags um 16 Uhr im Konferenzsaal des nahe gelegenen Hotels. Walter A. Fuchs, Geschäftsleiter des Pabel-Moewig Verlages, informierte die Autoren über die aktuelle Situation des Hauses sowie über die neue Situation nach dem Verkauf des Buchverlags.
Danach berichtete die Redaktion über die aktuellen Planungen und Entwicklungen, wir sprachen über Auslandsausgaben und die interne Zusammenarbeit.
Klaus Bollhöfener präsentierte Marketing-Entwicklungen und Veranstaltungsideen, und
Miriam Hofheinz stellte die Neuigkeiten aus den Bereichen Computerspiel, Audio und anderen elektronischen Medien vor.
Der Abend gehörte dem gemütlichen Beisammensein. Wie sich die Leser dieses Logbuches wohl vorstellen können, sprachen wir vor allem über PERRY RHODAN-Angelegenheiten, unter anderem über neue Projekte. Später in der Hotelbar saßen
Dirk Schulz und
Robert Feldhoff mit
Swen Papenbrock und
Leo Lukas zusammen; diese Runde diskutierte unter anderem über die geplanten PERRY RHODAN-Comics, die ab dem Herbst diesen Jahres im
Splitter-Verlag erscheinen werden.
Der eigentliche Konferenztag war der Dienstag, 17. April. Die Autoren waren fast alle anwesend.
Horst Hoffmann war leider erkrankt und konnte nicht kommen.
Wim Vandemaan, unser Neuzugang, fehlte ebenfalls, weil er beruflich verhindert war. In der Runde diskutierten wir zuerst das vergangene Jahr: Was lief gut, was lief schlecht, welche Romane haben uns besonders gefallen? Im Prinzip ein klassischer Rückblick auf das vergangene Jahr.
Wir besprachen ebenso die eingereichten Arbeitspapiere, wobei
Robert Feldhoff mit einigen Dutzend Seiten und einer Detailplanung bis Band
2449 am meisten Material lieferte. Der PERRY RHODAN-Zyklus von Band
2400 bis Band 2499 wird übrigens »Negasphäre« heißen und gehört zum bisherigen Themenkomplex um die
Friedensfahrer hinzu.
Nach dem Mittagessen ging es an die Arbeitsgruppen, in denen inhaltliche Bereiche »beackert« werden sollten. Je drei Autoren bildeten eine Gruppe, und jede Gruppe zog sich in ein »Eck« des Hotels zurück. Unter anderem wurden Grundlagen zur Negasphäre erarbeitet; eine andere Gruppe kümmerte sich um neue Handlungsträger, und wieder eine andere Gruppe dachte sich einige neue Völker in der Galaxis
»ZENSIERT« aus.
Die Diskussionen waren intensiv, und die anschließenden Vorträge empfand ich als sehr interessant. Vor allem
Leo Lukas begeisterte, der uns mit Hilfe eines Schaubildes erläuterte, wie er und seine Mitstreiter sich die Entwicklung einer Negasphäre vorstellen. Sehr spannend - ich sah, wie
Robert Feldhoff neben mir fleißig Notizen in seinen Computer tippte. Schauen wir mal, was sich alles davon umsetzen lässt.
Der Abend gehörte wieder dem gemeinsamen Essen. Und den Medien:
Miriam Hofheinz hatte organisiert, dass wir an diesem Abend einen Kameramann vor Ort hatten. Vor laufenden Kameras interviewte sie die Autoren zu verschiedenen Fragen rund um PERRY RHODAN. Die dabei entstandenen Interviews werden sicher teilweise auf der PERRY RHODAN-Homepage zu sehen sein.
Robert Feldhoff und ich stellten uns währenddessen im Verlag - an zwei Computern sitzend - einer
Fragestunde im Internet, konkret innerhalb des »Galaktischen Forums« auf der PERRY RHODAN-Homepage. Das war durchaus anstrengend, weil gut 100 Fragen auf Robert hereinprasselten, es war aber auch interessant, weil sich die Fragen als vielfältig erwiesen. Robert schaffte es, ein Viertel der gestellten Fragen zu beantworten.
Danach war zumindest ich ziemlich erschöpft. Der Abend ging gemütlich zu Ende, und gegen ein Uhr morgens rollte ich langsam gen Heimat.
Wieder einmal eine gelungene Autorenkonferenz: Angesichts dieses kreativen Autorenteams muss man sich um die Zukunft der PERRY RHODAN-Serie wirklich keine Sorgen machen!
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© Erik Schrader vlnr.: Arndt Ellmer, Leo Lukas, Rainer Castor, Klaus Frick, Robert Feldhoff, Uwe Anton, Hubert Haensel, Dirk Schulz, Swen Papenbrock, Frank Borsch, Michael Nagula, Christian Montillon |