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Kurzinfo
16. April 2008

Fast hundert Fragen in einer Stunde

 
Christian Montillon beim eifrigen Beantworten
der Leser-Fragen.
Gefühlte drei Jahre ist es her, dass ich den Autor  Christian Montillon kennenlernte. Wir trafen uns damals in einem verschlafenen Dorf in der Pfalz, unweit von Christians Heimatdorf, in einer idyllisch gelegenen Burgruine; restauriert, versteht sich. Mit wir meine ich Chefredakteur  Frick, Daten-Rechercheur  Huiskes, den Expokraten  Montillon und eben mich selbst. Man muss nicht zwischen den Zeilen lesen, um den Grund dieser Besprechung zu erahnen:  PERRY RHODAN-Action.

Knapp acht Monate »Echtzeit« später und im weniger idyllischen Rastatt klingelte erwartungsgemäß das Telefon: »Ein Herr Montillon, er werde erwartet.« Christian hatte sich zuvor auf den Weg nach Rastatt begeben, um an einer Fragestunde im Forum teilzunehmen, das heißt: »Foristen fragen, Montillon antwortet.« Eine klasse Sache und nebenbei ein Debüt sowohl für  Montillon wie auch für  Golling.

Ein schöner Nebeneffekt an der Arbeit mit wenigen Kollegen ist das blinde Verständnis, welches man langsam aber mit beängstigend genauer Präzision für diese entwickelt. Der nicht so tolle Nebeneffekt am Praktikantenstatus: Man bekommt ja trotzdem oder sowieso gesagt, was man machen soll: »Benny, holst du ihn ab?«

»Wer, ich? Klar!«, gab ich überrascht zurück, wobei ich mir ein Grinsen nicht verkneifen konnte. Gesagt getan. Ich ging zum Besuchereingang. Christian hatte sich nicht verändert. Kein von der Expokraten-Weisheit gediehener Vollbart, keine Narben von der actionlastigen Schreibe und erst recht keine Allüren. Christian ist ein bodenständiger Mensch, und bei so viel Veränderung im wöchentlichen Heftromangeschäft ist es schön, immer noch den sympathischen Autor von damals anzutreffen.

Es war noch etwas Zeit, bis wir um 18 Uhr mit der Fragestunden beginnen wollten. So kümmerten sich nacheinander  Klaus Bollhöfener,  Sabine Kropp und  Klaus N. Frick um den Autor. Es gab schließlich wieder einiges zu bereden, zu planen und so weiter.

Circa eine viertel Stunde vor der Fragestunde, setzten sich Christian und ich in das Chefredax-Büro. Wir saßen uns an zwei Computern gegenüber und schworen uns schon einmal auf die bevorstehende Aufgabe ein: Ich würde die Fragen vorsortieren, Christian würde antworten, woraufhin ich die Frage samt Antwort dann für alle Leser sichtbar machen würde. Klingt nicht schwer, ist auch nicht schwer - nervös war ich trotzdem. Dabei war es ja eigentlich  Montillon, der den anstrengenden Part übernehmen musste.

Eine Minute vor 18 Uhr wurde der  enstprechende Bereich im  Forum freigeschaltet, und »hoppla«, fix rauschten bereits die ersten Fragen ein. Die kommende Stunde war wohl eine der gefühlt schnellsten, an die ich mich erinnern kann - man sehe mal gnädigerweise von meiner Mathematik-Abiturs-Klausur ab.

Interessante Fragen, tolle Antworten (»Außerdem mache ich einen MINIzyklus, da gebe ich auch MINIantworten.«): das Montillon-Golling’sche Traumduo. Gut, ich übertreibe, trotzdem hat es eine Menge Spaß gemacht und selbst mir noch den ein oder anderen Aufschluss über PERRY RHODAN-Action gegeben.

Als Abschluss des Abends gönnten wir uns dann eine Pizza, führten ein tolles Gespräch und schlossen den Abend so schön ab, wie es der vorausgegangene Tag verdiente.


Auf dem Bild sitze ich Christian gegenüber und lese
gebannt seine Antworten.
Chefpraktikant und Chefredakteur. Durch die Aktion bin ich dauerhaft 5 Zentimeter
geschrumpft ...