20. November 2008

Logbuch der Redaktion:
Die Frankfurter Buchmesse - Ein subjektiver Blick hinter die Kulissen ...


Samstagmorgen: Die Ruhe vor dem Sturm ...
Das Buchmessen-Logbuch, Teil 1

172.000 Quadratmeter, sechs Messehallen, über 7000 Aussteller aus 101 Ländern, 300.000 Besucher. Zum 60. Jubiläum feierte die weltweit größte Buchmesse die Verlagsbranche und vor allem sich selbst.

Auch wir hatten einen Grund zum Feiern: Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Silberbände war die PERRY RHODAN-Redaktion zum ersten Mal mit einem eigenen Stand auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. Zum ersten Mal war ich, der mittlerweile nicht mehr ganz so neue PERRY RHODAN-Kommunikator, mit dabei. Nicht als Besucher, der gemütlich durch die Gänge schlenderte, sondern selbst als Aussteller. Hier nun ein kleiner Report über meine persönlichen Eindrücke der ersten Buchmesse im Dienste Ihrer Majestät, der Solaren Residenz Perry Rhodan.

Digitalisieren. Jetzt!
Wer die Medienlandschaften Wochen vor und nach der Buchmesse verfolgt hat weiß, das Top-Gesprächsthema unter Verlagsleuten war das sagenumwobene eBook. Wenn ich mich recht erinnere, war das schon einmal so, vor gefühlten zehn Jahren mit der Einführung des »Rocket eBooks« - kennt das eigentlich noch wer? Ein klobiges, unhandliches Gerät, das schwerer war als Ken Follets »Säulen der Erde« im Hardcover-Format. Damals war die Welt noch nicht bereit für die neuen elektronischen Medien. Vielleicht jetzt?

Auch ich erhielt die Gelegenheit, den Amazon-Kindle und den Sony Reader ausgiebig zu testen. Dabei hat mich besonders der Sony Reader beeindruckt. Dieses Teil wiegt nahezu nichts, hat eine hervorragende Bildschirmdarstellung und sieht dabei sehr edel aus. Beide Reader verfügen dank ihrer technischen Finessen über Möglichkeiten, gegen die ein normales Buch nicht ankommen kann.

Man stelle sich nur ein PERRY RHODAN-Buch vor, das eine NATHAN-Suchfunktion enthält. Jedes perryspezifische Fremdwort kann angeklickt werden, und es öffnet sich eine neue Seite mit interessanten Hintergrundinformationen zum jeweiligen Thema. Man könnte noch einen Schritt weitergehen und eine interaktive Geschichte für den eBook-Reader entwickeln - eine PERRY RHODAN-Novelle mit unbestimmtem Ausgang. Der Leser entscheidet also selbst, in welche Richtung sich die Handlung entwickeln soll. Die Reader bieten für derartige Spielereien die perfekte Plattform.

Ich selbst kann mir allerdings nicht vorstellen, auf ein normales Buch zu verzichten. Ich brauche einfach das Gefühl des Papiers, das Rascheln der Seiten beim Umblättern und irgendwie auch den Geruch von Druckerschwärze. Ich habe mich mit vielen Leuten vom Fach unterhalten. Darunter Befürworter des traditionellen Buchformats und auch Verfechter der neuen Medien. Sie alle sind sich jedoch in einem Punkt einig: Die eBooks werden das traditionelle Buchformat nicht verdrängen, aber ergänzen. Menschen, die nicht zu normalen Büchern greifen würden, freunden sich mit den technischen Finessen des eBooks an. Und auch reine Buchfreunde können den neuen Möglichkeiten sicherlich etwas abgewinnen.

Einen Großadministrator auf der Frankfurter Buchmesse zu vertreten, kann mitunter ganz schön anstrengend sein. Vier Tage lang drehte sich ausschließlich alles um die Marke PERRY RHODAN. Es wurden Interviews mit der Presse geführt, Leser- und Fanfragen beantwortet, sowie bestehende Kooperationen mit Geschäftspartnern vertieft und Grundsteine für neue Projekte gelegt.

Die reguläre Standarbeit wurde dabei von allen Beteiligten ganz nebenher bewältigt. Irgendwann gingen die Standpflege und die Vorbereitungen der Signierstunden unserer Autoren und Illustratoren derart in Routine über, dass man sich vorkam wie auf einem voll automatisierten Posbi-Raumschiff. Die PERRY RHODAN-Redaktion - ein kleines, aber perfekt eingespieltes Team!

Fortsetzung folgt ...






30 Jahre pures Silber: Ein würdiger Anlass zum Feiern!

Christian Montillon beim Signieren seiner Romane

PR-Illustratrator Dirk Schulz signiert und zeichnet