28. November 2005
Der historische Roman des PERRY RHODAN-Autors in schöner Neuauflage
Als ein »düsteres Sittengemälde aus dem mittelalterlichen Berlin« beschreibt der Klappentext des Heyne-Verlags den Roman
»Der Blutvogt« des PERRY RHODAN-Autors
Rainer Castor. Das Buch, vor einigen Jahren bereits als Hardcover erschienen, liegt seit November in einer preisgünstigen Taschenbuch-Ausgabe vor.
Auf rund 640 Seiten erzählt
Rainer Castor die Geschichte des Henkers Martin, der auch als »Blutvogt« betitelt wird. Im mittelalterlichen Berlin wirkt der Mann als Heiler und als Scharfrichter zugleich - doch dann wird er in die Intrigen der aufblühenden Handelsstadt hineingezogen ...
Der Roman ist packend geschrieben; die Beschreibungen mittelalterlicher Sitten und Gebräuche sind intensiv und lassen den Leser das Geschehen wirklichkeitsnah miterleben. Das Mittelalter ist bei
Rainer Castor keine schöne Geschichte, sondern eine anstrengende Zeit, in der es viel Schmutz und Tod, viel Leid und Grausamkeiten gab. Die Menschen flüchten sich in Drogen - oder in irreale Visionen, was sich vor allem am Ende des Romans zeigt.
Für »sanfte Gemüter« ist »Der Blutvogt« nicht immer geeignet, da
Rainer Castor nicht an erschreckenden Details spart. Wer aber an einer glaubhaften Darstellung des Mittelalters interessiert ist, bekommt hier ein lesenswertes Werk - das zudem die »andere Seite« des PERRY RHODAN-Autors präsentiert.