18. Mai 2006
Luc Bahl schreibt Flammenstaub-Band 6
Mit
Luc Bahl gibt zur Halbzeit des ATLAN-Flammenstaub-Zyklus ein Neuling seinen Einstand. Lesermagazin-Betreuer Rüdiger Schäfer hat mit ihm nachfolgendes Interview geführt:
Wie bist du in Kontakt mit PR bzw. ATLAN gekommen?Als Kind in den 60er Jahren hatte ich bereits eine intensive Rhodan-Phase.
Perry Rhodan brachte mich zur SF, so wie mich ein paar Jahre später die Werke von E. A. Poe, H. P. Lovecraft und E.T.A. Hoffmann zur phantastischen Literatur verführten. Beide Genre haben mich seitdem nicht mehr losgelassen. Professionell bin ich erst spät wieder ins Perryversum zurückgekehrt.
Seit 2002 schreibe ich für Eins A Medien in Köln die Texte für die
PERRY RHODAN-Hörspiele, die auf einigen der besten Planetenromane basieren. Das heißt, ich bemühe mich darum, die Romanvorlagen von so großartigen Autoren wie
Clark Darlton,
Kurt Mahr,
Hans Kneifel,
H.G. Ewers,
William Voltz,
Hubert Haensel und
Uwe Anton in ein etwa einstündiges Hörspiel zu quetschen. Und das möglichst ohne etwas vom Geist, vom Inhalt und vor allem vom individuellen Stil des jeweiligen Autors zu verändern. Eine nahezu unlösbare Aufgabe, eine enorme Herausforderung. Da die Kritiken bisher überwiegend freundlich, manche sogar enthusiastisch waren, habe ich aber wohl nicht allzu viel falsch gemacht.
Dein Roman ist ja ziemlich eng mit der aus der PR-Serie bekannten Cappin-Thematik verwoben. Hat das das Schreiben erschwert? Musstest du viel recherchieren?
Perry Rhodan und
Atlan bedeuten immer einen großen Rechercheaufwand. Aber das liegt in der Natur der Sache und die ist mit dem Slogan »größte SF-Serie der Welt« nur sehr unzulänglich beschrieben. Aber dank eines guten Exposés, ein paar wertvollen Hinweisen von
Michael Marcus Thurner sowie von
Klaus Bollhöfener wusste ich immerhin, wo ich suchen musste.
Was machst du, wenn du gerade keinen ATLAN-Roman schreibst? Was sind deine Interessen bzw. Hobbys?Dann schreibe ich andere Romane oder Hörfunk-Features. Letztes Jahr ist mein erster historischer Roman (
»Der Basilisk zu Forchheim«) erschienen, der bei Kritikern und - noch wichtiger - auch bei den Lesern erfreulich gut ankam. Bei einem Mitbewerber von Pabel-Moewig erschienen und erscheinen bekanntermaßen ja auch SF- und Fantasy-Serien wie »Bad Earth« oder »Schattenreich«, zu denen ich Romane beigesteuert habe. Aktuell arbeite ich für eine kleine, aber feine Serie mit dem Titel »Sternenfaust«.
In der sehr knapp bemessenen Freizeit gehe ich gerne ins Kino, in Konzerte, höre Musik (von Gesualdo bis Kraftwerk) und bemühe mich darum, Freundschaften, die manchmal wegen eines Übermaßes an Arbeit drohen, unter die Räder zu geraten, weiterzupflegen. Und last not least: lesen, lesen, lesen, reisen, lesen ...