6. September 2007
Neue Taschenbücher bei FanPro
Die neue ATLAN-Taschenbuchtrilogie »Illochim« startet ab November 2007 beim Verlag Fantasy Productions. Band 1 trägt den Titel »Das Relikt der Macht« und wird von keinem Geringeren als Altmeister und ATLAN-Kenner
Hans Kneifel geschrieben. Für die komplette Staffel konnte wieder
Arndt Drechsler als Illustrator gewonnen werden. Er hat bisher alle Titelbilder der ATLAN-Romane, die bei Fantasy Productions herausgegeben wurden, gestaltet.
Nächste Woche wird es weitere Informationen auf der Homepage geben.
Bis dahin, hier noch einige Worte von
Michael Marcus Thurner, der die Exposé-Arbeit für die Trilogie übernommen hat.
Da und dort wurde im Galaktischen Forum bereits über die Illochim gerätselt. Dieses geheimnisvolle Volk spielt, so weiß man mittlerweile, beim
PERRY RHODAN-Adventuregame eine tragende Rolle. Darüber hinaus sind die Illochim Namensgeber für den kommenden ATLAN-Zyklus bei FanPro, der sich wie die vorhergehenden Handlungsbögen über drei Bände erstrecken soll.
Ich werde nun den Teufel tun und Details über die Illochim selbst verraten. Dazu ist es noch zu früh. Sehr wohl aber kann ich ein wenig über das Drumherum und die geplante Taschenbuchserie aus dem Nähkästchen plaudern. Immerhin tauchen die geheimnisvollen Wesen in mindestens drei Menschheitsepochen auf ...
Robert Feldhoff ist das Skript zum Adventuregame zu verdanken. Die sehr ausführliche Geschichte wurde von Oliver Wronka, jenem Skript-Autor, der vor Ort mit den Kreativen von Braingame, Deep Silver und 3d-io zusammenarbeitet, in eine passende Form gegossen. Er hatte die Idee, Roberts Story einen Mythos hinzuzufügen; ein Geheimnis, das weit in die Vergangenheit der Menschheit zurückreicht.
Wer den ersten
Teaser zum Spiel schon mal gesehen hat, kann sich aus den Bildsequenzen Einiges zusammenreimen. Unter
»Geschichte« sind weitere Informationen auf der
Homepage zu finden. Die Illochim werden als »engelsgleiche Geschöpfe« beschrieben und als »Wesen des Wassers«. Als solche, die das Schicksal der Menschheit mit beeinflussten.
Fast zur selben Zeit, da ich in die Skriptgestaltung des Spiels mit eingebunden wurde, begann ich mir auch den Kopf um den Inhalt eines neuen Kurzzyklus bei der FanPro-Taschenbuchserie über
Atlan zu zerbrechen. Der unsterbliche Arkonide, der ein paar tausend Jahre auf der Erde verschlafen hatte, sollte niemals von den Illochim gehört haben, niemals mit ihnen zusammengetroffen sein? Kaum vorstellbar - oder doch? Es erschien mir als äußerst reizvoll, die beiden Medien Spiel und Buch um jeweils einige Facetten zu ergänzen. Ich machte also
Klaus Frick, Axel Ruske von Braingame und Oliver Wronka den Vorschlag, diese geheimnisvollen Wesen für den ATLAN-Kurzzyklus zu verwenden, und stieß auf wohlwollende Zustimmung.
Die Illochim waren in grauer Vorzeit bereits einmal auf der Erde. Sie siedelten hier, schufen eine Hochzivilisation - und verschwanden völlig rätselhaft wieder. Rico, der arkonidische Wachroboter, der im Auftrag Atlans den Orbit unseres Heimatplaneten mit einem Satellitennetz überzogen hatte, um extraterrestrische Tätigkeiten anzumessen, musste also versagt haben.
Der FanPro-Zyklus »Illochim« beginnt im Jahr 3103, wenige Monate nach dem Abenteuer um die mysteriöse Frau namens Trilith Okt, die mit
Atlan um einen Zellaktivator kämpfte. In der Stadt
Terrania kommt es zu bürgerkriegsähnlichen Unruhen, über deren Gründe ich hier nichts verraten will. Im Zuge der Auseinandersetzungen stößt
Atlan auf Relikte, die den Illochim zugeordnet werden können.
Der USO-Chef ist gezwungen, Hinweisen auf das geheimnisvolle Volk zu folgen. Seine Reise führt ihn auf einen seltsamen Planeten in der Eastside der Milchstraße und endet schließlich in einem Kugelhaufen am Rande der Galaxis. Es gilt, uralte und gefährliche Relikte zu entschärfen - und sich selbst vor einer Gefahr zu bewahren, die ihn das Leben kosten könnte. So viel zum geplanten Inhalt der Illochim-Staffel bei FanPro.
Im 14. Jahrhundert NGZ treten die Illochim wieder in den Fokus der Aufmerksamkeit und spielen rund um die Entführung
Mondra Diamonds, die Gegenstand des Adventuregames ist, eine geheimnisvolle Rolle. In fünf Levels verfolgt
Perry Rhodan Mondras Spur. Sie führt ihn immer weiter weg von Terra, hinein in den arkonidischen Herrschaftsbereich und macht ihm die Geheimnisse der Illochim Stück für Stück zugänglich.
Drei verschiedene Epochen, drei verschiedene Geschichten. Wie kann es sein, dass die Leser bis zum heutigen Zeitpunkt noch niemals von den Illochim gehört haben?
Nun - vielleicht existierten die »engelsgleichen Wesen« während all dieser Jahrtausende am Rande des terranischen Wahrnehmungshorizonts und fühlten sich erst jetzt bemüßigt, wieder aktiv in der Milchstraße aufzutreten; vielleicht aber haben sie sich während dieser langen Zeit so sehr verändert, dass sie nicht mehr mit den Eroberern zu vergleichen sind, die die Erde einstmals beherrschten.
Noch sind auch für uns Macher nicht alle Fragen hundertprozentig beantwortet. Oliver Wronka sitzt an Level 4 des Spiels, und ich gebe in den nächsten Tagen das Exposé zu ATLAN/Illochim 2 ab. Das letzte Wort ist also längst nicht gesprochen, und es mag noch einige Überraschungen geben. Denn oft ist es so, dass Figuren ein Eigenleben entwickeln. Sie wehren sich gegen das ihnen zugedachte Schicksal. Sie drängen sich in den Vordergrund oder begnügen sich mit einer kleineren Rolle, als ursprünglich gedacht. Wer weiß, ob das nicht auch auf die Illochim zutrifft?
PS: Manch ein Leser wird sich fragen, wie es mit der Synchronisierung der Inhalte von Spiel und Taschenbuchserie gehalten wird. Gehört die Story des Games zum Kanon der Haupthandlung, muss man die Heftserie strikt von dem trennen, was in »Nebenprodukten« wie ATLAN oder eben dem Adventuregame vor sich geht?
Eine Antwort ist schwer zu geben.
Rainer Castor hat sich sehr bemüht, rings um die Handlung der Hangay-Transmitterstrecke und Teilen der »neuen« ATLAN-Heftserie Verbindungen zu erstellen bzw. schlüssig zu machen. Manche Zyklen der »alten« ATLAN-Serie hingegen können schwerlich in die PERRY RHODAN-Haupthandlung übernommen werden; zu selbständig verliefen damals die Handlungsstränge. Ihr könnt jedenfalls versichert sein, dass wir unser Bestes tun, die Kosmologie unserer liebsten Heftserie so weit wie möglich stringent zu halten.