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Live-Berichterstattung vom GarchingCon

Berichte vom 27. Mai 2005

Für alle Daheimgebliebenen ...

Anlässlich des diesjährigen GarchingCon berichtet die PERRY RHODAN-Homepage live von den drei Tagen bei München.  Klaus Frick,  Sabine Kropp,  Frank Borsch,  Klaus Bollhöfener und  Miriam Hofheinz werden vor Ort sein und (hoffentlich!) regelmäßig über das Geschehen in Garching berichten.

Anders als die Live-Berichterstattung des  TERRACOM werden das eher Berichte um das »drumherum« sein, sprich über unsere Termine und Gespräche mit Autoren, Geschäftspartnern und Lizenznehmern. Auch versuchen wir den ein oder anderen PERRY RHODAN-Autor zum live-berichten zu bekommen.

Das ist ein Experiment! Es wird also nicht alle paar Minuten ein Text und Bild übers Netz kommen - wir sind ja »auch so« im Einsatz.




Tages-Auswahl:

 
Miriam HofheinzGuten Morgen27. Mai 2005, 09:40:54
Gerade aufgestanden ... muss noch packen und dann hole ich um 12 Uhr Klaus Frick in Karlsruhe ab. Wir haben uns für dieses Jahr glücklicherweise einen Firmenwagen mit Klimaanlage organisiert. Drückt uns die Daumen, dass wir in keinen Stau kommen. Bis später aus Garching!

Frank BorschEr hat es so gewollt ...27. Mai 2005, 19:04:02
Uwe (Anton) hat es herausgefordert. Sein Kommentar, als er meinen (zehn Monate alten) Sohn Tim kennengelernt hat, der sehr zufrieden bei Miriam auf dem Schoss saß (Wer würde das nicht tun?): "Oh je, bei mir würde er spätestens nach zwanzig Sekunden losschreien ..."

Klar, da musste er ran. Und das Wunder geschah: zufriedenes Kind, verdatterter und zufriedener Autor -- und das für eine Viertelstunde ...

Und die Moral von der Geschichte: Auch PR-Autoren können noch in neue Dimensionen vorstoßen!

Miriam HofheinzGut angekommen ...27. Mai 2005, 19:08:37
In genau drei Stunden haben wir es geschafft von Karlsruhe nach München zu kommen. Kein Stau nur viel viel Sonne ... naja leider hat die Klimaanlage des tollen Firmenwagens versagt.

Wir haben uns aber nicht unterkriegen lassen, haben einen Zwischenstopp in einem Bistro in Ismaning eingelegt und waren um 16 Uhr in Garching.

Um 18 Uhr waren wir von der Redaktion zusammen essen. Und jetzt um 19 Uhr geht es weiter mit dem ersten Programmpunkt. Bis später!

Hermann RitterTag 1, erster Teil27. Mai 2005, 19:14:31
Vor einigen Wochen habe ich – meinen ökologischen Träumen gehorchend – mein Auto verkauft. Also durfte ich die Anreise zum Con in Garching mit den öffentlichen Verkehrsmitteln versuchen.

Ich gebe es ehrlich zu: Heute war ich sehr glücklich über die Wahl. Während eine subtropische Wetterfront Deutschland heimsucht (früher waren es die Russen mit ihren Wettermaschinen, heute wahlweise Außerirdische oder das Ozon-Loch, die daran schuld sind), saß ich im klimatisierten Zug und wälzte mich nach München.

In München angekommen, musste ich erst drei Fragen klären:

 Wo zum Teufel sind meine Wegbeschreibung und die Conunterlagen in meinem Rucksack geblieben.

  1. Wie zum Teufel komme ich ohne die Unterlagen aus Punkt 1 zum Con.
  2. Kann mir irgendjemand sagen, ob mein „München City-Ticket“ mich bis zum Con bringt?

Die Antwort auf Frage 1 fand ich im Zug nicht (ich fand das Zeug erst im Hotel wieder; gut verborgen unter T-Shirts und Socken). Blieben Frage 2 und 3. Der nette Mann von der Bahn am Münchener Hauptbahnhof verwies mich an die S-Bahn, dort konnte man mir sagen, dass ich nachlösen muss (Frage 3) und man erklärte mir, wie ich unter wenigen Schwierigkeiten bis Garching mit der U-Bahn kommen würde (Frage 2).

Die S-Bahn (zwei Stationen) war eine echte Pracht: Effizient, sauber, schnell. Die U-Bahn liegt nicht nur tiefer, der Standard ist auch tiefer. Die Halle war gerade in der Renovierung; die Kacheln waren entfernt, der Boden aufgerissen. Die Bahn versprühte den Charme der 60er Jahre, brachte mich aber in 22 Minuten nach Garching. Mir gegenüber eine junge Dame mit einer schweren Büchertüte, die von unterwegs per Handy „Schatzi“ anrief, damit der sie am Zug abholt, weil die Tasche so schwer ist. Was haben diese Menschen vor der Erfindung des mobilen Telefons gemacht?

In Garching musste ich mich dann von Bus zu Bus durchfragen, aber die Busfahrer waren sehr freundlich und ausgesprochen hilfsbereit. So konnte ich mein Hotel in wenigen Minuten erreichen, ohne in größere Schwierigkeiten zu geraten.

 Mit anderen Con-Städten habe ich andere Erfahrungen gemacht, München und Garching präsentierten sich auf voller Breite sehr angenehm und höflich.

Das Hotel erwies sich als freundliches Haus im Landhaus-Stil, das ich – der Wegbeschreibung von Achim Mehnert folgend, den ich gleich auf dem Weg traf – sofort fand. Die Zimmer sind sehr schön, es sind nur drei Wegminuten bis zum Con.

Wegen der tropischen Verhältnisse (siehe oben) konnte ich das Bad in vollem Umfang genießen, so dass ich fast menschlich am Conlokal ankam.

 

Hier war schon viel los. Erst hieß es, die Waren für die PRFZ zu suchen (Erfolg), den Lieferschein zu suchen (Erfolg), das Personal für den Tisch zu finden (kein Erfolg) und den Tisch zu finden (kein Erfolg). Eine schnelle Begrüßungsrunde mit den „üblichen Verdächtigen“, wobei ich den Eindruck zerstreuen müsste, ich wäre Michael Thurner. Zwar haben wir beide lange Haare, aber ist Österreicher!

Völlig verwirrt setzte ich mich in die nette Kneipe im Congelände, um bei Salat und Radler ein wenig zur Ruhe zu kommen und diese Worte hier zu schreiben.

Eben durfte ich sogar kurz am Tisch der Damen und Herren von VPM vorbeigehen und ein paar Sätze wechseln. Die Kneipe ist leer bis auf uns – sie am einen Ende beim Diskutieren von wichtigen Fragen, welche die Zukunft des deutschen Fandoms entscheiden werden, ich hingegen bei zwei Radler und einem sehr guten gemischten Salat und einer Pfeife. Und wenn dann Menschen kommen, die wissen wollen, ob die Galaxis NGC 4533 noch einmal in der Handlung eine Rolle spielen wird, verweise ich sie ohne Gewissensbisse an Klaus – denn der hat noch nichts zu essen.

Tiefsinnige Themen drängen sich an solchen Tagen auf. Was hat mir das Fandom eigentlich gebracht (um eine bekannte Phrase aus „Das Leben des Brian“ zu persiflieren)?

  1. Ich kann Karten lesen (wichtig als Beifahrer). Damit ist nicht das Lesen von Tarot-Karten gemeint, welches auf SF-Cons eher unnütz ist (SF-Fans glauben an die Technik, nicht an die Magie).
  2. Ich beherrsche die Tücken des Nahverkehrs (und diese mich).
  3. Ich bin an Wochenenden selten daheim (aber glücklich).
  4. Ich kann Buchläden nicht widerstehen (auf dem Weg zum Con machte ich „noch schnell“ in einem Halt).
  5. Ich bin nicht das Leseproblem in Deutschland (sondern eher der Mensch, der für zehn andere Familien den Buchdurchschnitt pro Jahr alleine miterfüllt).

Zurück zum Thema: Garching. Das verspricht, ein schöner Con zu werden. Prächtiges Wetter, nette Veranstalter, nette Stadt, nettes Hotel, nette Gäste, umfassendes Programm. Heute Abend folgt das Treffen der PR-FanClubs unter der „Ägide“ der PR-Redaktion, morgen darf ich bei Robert Vogels Hörspiel mitwirken und Sonntag dann noch zur „Audienz“ bei Klaus N. Frick. Mein Leben ist voller Wunder.