
Michael Buchholz
SucheAnzeigeMichael H. Buchholz![]() Michael Buchholz BiographieTanz zwischen zwei Welten - so könnte man meinen Arbeitsalltag vielleicht beschreiben. Einerseits verbringe ich viele Tage im Jahr in Seminarräumen irgendwo in Deutschland, in denen ich meiner Arbeit als Trainer für Persönlichkeits- und Unternehmensentwicklung nachgehe. Andererseits zieht es mich dazwischen immer an den heimischen Schreibtisch in Hannover, an dem ich neben Sachbüchern und -artikeln dann und wann auch SF-Romane, Krimiparodien und anderes verfasse. Bin ich nun ein trainierender Autor oder ein schreibender Trainer? Die Grenzen verwischen sich ... In meinen Seminaren muss ich naturgemäß häufig sehr viel reden. Da ist dann der stille Akt des Schreibens eine wahre Erholung. Gleichwohl entnehme ich die meisten meiner Ideen den Gesprächen, die ich auf Reisen selbst führe oder denen ich lauschen kann (im Zug zum Beispiel, die Urquelle unglaublicher und oft unfassbarer Anekdoten). Kurz: Ohne meine Seminare könnte ich nicht sein, ohne meine Autorentätigkeit erst recht nicht. Geboren wurde ich am 12. März 1957 in Hannover, in der Stadt, in der ich heute wieder lebe. Und das äußerst gern, wie ich betonen möchte, Fernsehmoderator Harald Schmidt zum Trotz, der an Hannover ja kein gutes Haar lässt. Für die, die sie noch nicht kennen - meine Heimatstadt ist mehr als nur ein Ort, an dem man notgedrungen vorbeifahren muss, wenn man gerade nach Hamburg will. Mein Lebensweg verlief bis zum Abitur preußischexakt und wohl geordnet, danach allerdings in wilden Kurven und Verschlingungen. Ich arbeitete haupt- wie nebenberuflich in tausendundeinem Fach: als Sachbearbeiter, Einbau-Küchenspezialist, Hausgeräte-Verkäufer, Taxi-Unternehmer, Theaterschauspieler, Tennisplatz-Gärtner, Medikamentensortierer, Computerverkäufer und Werbetexter, wirkte auch als Grafiker und Layouter, studierte nebenbei Betriebswirtschaft und Unternehmensstrategie und wusste nicht wirklich, was ich wollte. Mittlerweile weiß ich, dass alle diese unterschiedlichsten Tätigkeiten mich in idealer Weise für meinen heutigen Doppel-Beruf vorbildeten und vorbereiteten. Über Atlan, meiner unangefochtenen Lieblingsfigur aus dem Perryversum, habe ich schon vor dem OBSIDIAN-Band 11 einiges geschrieben - sechs Romane und eine Kurzgeschichte habe ich im Rahmen der ATLAN-Fanzine-Serie beigesteuert, und weitere werden folgen. Mit OBSIDIAN ging ja bereits der dritte Mini-Zyklus an den Start. So war meine Freude schlichtweg riesig, als mich Klaus N. Frick Anfang des Jahres fragte, ob ich denn einen der zwölf OBSIDIAN-Romane schreiben wolle. Na, und wie ich wollte! Der Schock, plötzlich vom Fan- zum ATLAN-Autor avanciert zu sein, war allerdings massiv. Selbst nach vier Sachbüchern und einem guten Dutzend Romanen ist es etwas ganz anderes, auf einmal offiziell Atlans Namen in die Tastatur zu hämmern. Der Schock hält zwar noch an, wandelt sich aber zusehends in Erleichterung darüber, es wirklich irgendwie geschafft zu haben. Wahre Berge an Exposés und Datenblättern liegen hinter mir, und mancher Schweißtropfen wurde von mir vergossen, um Atlan dahin zu bringen, wo ich ihn am Ende des Romans leider wieder verlassen musste. |