Der »Kampf um Terra« im Rückblick

20.03.2017 08:00

Ein Werkstattbericht von Hubert Haensel zum PERRY RHODAN-Silberband 137

PERRY RHODAN-Autor Hubert Haensel

Schaue ich auf die Arbeit am PERRY RHODAN-Buch mit der Bandnummer 137 zurück, wird mir bewusst, wieviel Zeit vergangen ist, seit die ursprünglichen Romane geschrieben worden sind. Fast 34 Jahre ist es hier – sie kamen im Jahr 1983 in den Zeitschriftenhandel. Und im Jahr 2017 kommt das Buch auf Basis dieser Heftromane in den Buchhandel.

Spektakuläre Geschichten stehen in diesem Buch! Die Erde und ihre Menschheit sind zur Zielscheibe einer abtrünnigen Kosmokratin geworden. Vielleicht erinnern sich die Leser früherer Zeiten noch daran, dass Vishna die Erde »in Scheiben schneiden« will? Warum sie das beabsichtigt, muss ich hier nicht unbedingt beleuchten. Aber schauen wir uns an, mit welchen Ideen die Autoren jener Tage aufwarteten.

Die Geschichte beginnt vergleichsweise harmlos mit der Sprachverwirrung auf Terra. Die Menschen verstehen einander nicht mehr. (Meine Anmerkung: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt – haben wir nicht aktuell genau diese Entwicklung vor Augen?). Geschrieben wurde die Episode »Das Babel-Syndrom« von Altmeister H. G. Ewers.

Die Handlung bringt uns mitten hinein in die dramatische Entführung der Erde, ihrer Bewohner und des Mondes in den Grauen Korridor. Ist schon das Babel-Syndrom quasi ein biblisches Thema, verstärkt sich genau das noch – schließlich handelt es sich dabei um die erste von sieben Plagen, die über die Heimatwelt der Menschen und ihre Bewohner hereinbricht. Von der Milchstraße und dem bekannten Weltraum abgeschnitten, treibt die Erde durch den Grauen Korridor einem ungewissen Ziel entgegen.

Perry Rhodan weiß von dieser dramatischen Entwicklung bislang nichts. Er befindet sich mit seiner Galaktischen Flotte zehn Millionen Lichtjahre von der Milchstraße entfernt in der Galaxis M 82. Dort ist er mit dem gigantischen Heerwurm der Endlosen Armada konfrontiert.

Rhodan hat ein Großraumschiff zur Berichterstattung in die Milchstraße zurückgeschickt. An Bord sind sein Sohn Roi Danton, dessen Gefährtin Demeter und Taurec, der Abgesandte der Kosmokraten. Aber die RAKAL WOOLVER kommt zu spät, die Besatzung findet die Erde nicht mehr, erlebt nur noch den Untergang der »Gespensterwelt«.

Mittlerweile herrscht auf Terra die »Hölle auf Erden«. Auch Reginald Bull, Rhodans ältester Freund, ist gegen die Plagen Vishnas machtlos. Nur Ernst Ellert, dem ehemaligen Teletemporarier, gelingt es, die Erde und den Grauen Korridor zu verlassen.

Niemand scheint in der Lage zu sein, sich den Absichten der abtrünnigen Kosmokratin erfolgreich entgegenzustellen. Dabei lässt sich eine der Plagen eher friedvoll an und verspricht den Menschen Glück und Zufriedenheit. Der betreffende Roman, »Invasion der Fairy Queens«, ist das vierte Abenteuer, das der Autor Thomas Ziegler zur PERRY RHODAN-Serie beigesteuert hat.

Zieglers Romane waren und sind äußerst beliebt. Nicht zuletzt war der viel zu früh verstorbene Autor für etwa zwei Jahre gemeinsam mit Ernst Vlcek als Exposé-Autor für PERRY RHODAN tätig. Und er wurde mehrfach mit dem begehrten Kurt-Laßwitz-Preis ausgezeichnet.

Ich muss ehrlich bekennen: Es war ein aufregendes Déjà-vu für mich, die Handlung um die Erde im Grauen Korridor zusammenzufassen. Viele Erinnerungen an meine eigene Lektüre wurden wach, als ich vor 34 Jahren diese Romane selbst zum ersten Mal las und mit den Menschen der Erde im Grauen Korridor unterwegs war und um ihre Rettung bangte ...

Ich glaube, dass jeder, der nun den Silberband 137 in Händen hält, dieses Bangen ebenso empfinden wird, und ich wünsche viel Spannung und Kurzweil beim Lesen dieses Buchs.

Zurück