Shyla Kowalsky
gezeichnet von Michael Wittmann
Drogen kamen wie Wellen, die den Strand der Zivilisationen überspülten und alles wegrissen, was nicht fest und schwer genug war. Seit vielen Jahrzehnten waren Drogen nur sehr schwache Wellen gewesen, kaum mehr als ein Kräuseln.
Und doch ergriffen sie jene wenigen, die sich nicht selbst helfen konnten. Die nach der Droge griffen. Es waren jene, sagten die klugen Leute, die mit der Welt, so, wie sie war, nicht zurechtkamen. Die Übersensiblen, die ganz, ganz früher vielleicht einfach nur sang- und klanglos in irgendeiner Irrenanstalt gelandet wären.
Aber was hatte sie damit zu tun?
Shyla war irritiert. Waren das ihre Gedanken gewesen, gerade eben?
Es war vorbei. Und heute würde sie keine grünen Pillchen schlucken. Sie nahm es sich ganz fest vor. Heute nicht und dann doch wieder ...
Nein!
Die Medikerin riss sich zusammen.
aus Androiden-Sinfonie
von Horst Hoffmann
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