Frequenzfolger Sinnafoch
gezeichnet von Dirk Schulz / Horst Gotta
Ich höre Dinge, die nicht sein können, dachte Sinnafoch. Meine Gedanken verwirren sich. Werde ich wahnsinnig?
Von diesem Augenblick an beobachtete er die Lippenbewegungen des Rosaroten. Referror-8211 sagte exakt das, was die Ohren des Frequenzfolgers an das Gehirn weiterleiteten.
»Du absolvierst soeben den nächsten Schritt deiner Selbstfindung«, erklärte das Kunstwesen. »Du wirst dir über die Zusammenhänge deiner Sinne im Klaren und über einiges mehr. Wenn dir etwas Neues in den Sinn kommt, sprich es ruhig aus. Die Automaten, die deinen Werdegang überwachen, danken es dir.«
Längst betrachtete Sinnafoch jede Aussage des Referrors mit Misstrauen. Die andauernden Gespräche schienen ihm weniger der Kommunikation zu dienen, sondern eher den Gesetzmäßigkeiten einer wie auch immer gearteten psychologischen Kriegsführung zu folgen.
»Ich analysiere die Technik dieser Hallen.« Sinnafoch gab sich Mühe, möglichst gleichgültig dreinzuschauen. »Die Memostationen lassen sich bestimmt auch anderswo aufstellen.«
Die glitzernden Äuglein des Referrors verschwanden vollständig unter den fleischigen Wülsten. »Wie meinst du das?«
»Es gibt eine Welt außerhalb dieser Abteilung. In ihr erwachen Vatrox, ohne wiedergeboren zu werden und ohne ihre Erinnerung zu suchen. Ich werde diese Welt finden.«
aus Ein Fall für das Galaktikum
von Arndt Ellmer

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