Susan Schwartz


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Phantastische Völkerkundlerin

Science Fiction dreht sich um die Technik der Zukunft, heißt es oft. Doch Uschi Zietsch räumt mit diesem Irrglauben auf: Die Münchnerin schreibt unter dem Künstlernamen Susan Schwartz mit großem Erfolg Science Fiction und Fantasy, wobei sie den Schwerpunkt auf fremde Kulturen legt.

»Die leidenschaftliche Liebe zu Büchern wurde mir von beiden Eltern in die Wiege gelegt«, berichtet Uschi Zietsch. »Mein Bedürfnis, Geschichten zu erzählen und später aufzuschreiben, erwuchs schon seit frühester Kindheit.« Die 1961 geborene Autorin, die nach dem abgebrochenen Studium in Jura, Geschichte, Theaterwissenschaft und Politik eine kaufmännische Lehre absolvierte und bis 1996 hauptberuflich im Marketing-Bereich tätig war, schrieb bereits als Kind ihre ersten Geschichten.

Ihr erster Roman, ein imponierendes Fantasy-Epos, erschien 1986 unter dem Titel »Sternwolke und Eiszauber« im Wilhelm Heyne Verlag in München.

1988 gründete Uschi Zietsch zusammen mit ihrem Ehemann Gerald Jambor den Fabylon-Verlag, in dem neben den Werken anderer Autoren auch eigene Erzählungen erschienen. Der Zietsch-Roman »Der Traum der Wintersonne« entwickelte sich rasch zum »Renner« des kleinen Verlages; darauf folgten weitere Romane. Unter anderem verfasste die Autorin zwei Titel für die bei Heyne erscheinende Taschenbuch-Reihe »Das Schwarze Auge«.

1996 wagte Uschi Zietsch den Schritt in die Selbstständigkeit als freie Autorin und litt seither nicht unter Arbeitsmangel: Stoffentwicklungen fürs Fernsehen, TV-Romane, Kurzgeschichten für Anthologien und Zeitungen oder auch die Mitarbeit bei verschiedenen Science-Fiction- und Phantastik-Serien boten ein breites Spektrum neben dem PERRY RHODAN-Universum.

Der Einstieg in die PERRY RHODAN-Serie erfolgte bereits Ende 1992: Das Taschenbuch »Chandris Welt« wurde unter dem Künstlernamen Susan Schwartz publiziert. »Susanne ist mein Zweitname«, so begründet Uschi Zietsch das Pseudonym, »und die Farbe Schwarz mag ich nun mal ganz besonders.«

Dem bei Lesern und Kritikern der PERRY RHODAN-Serie gut angekommenen Taschenbuch folgte der Einstieg in die Romanserie: Das Debut der Münchnerin erschien als »Im Netz des Quidor«, im April 1993 als PERRY RHODAN-Band 1652. Mit »Der Hyperschock« (Band 2202) und »Quinto-Center« (Band 5 der PERRY RHODAN-Autorenbibliothek) nahm die Autorin im November 2003 nach über 60 Heften ihren Abschied von der Serie.

Sie blieb ihr freundschaftlich verbunden und steuerte mittlerweile mehrere Gastromane bei. Ebenso verfasste sie mittlerweile einen Roman für die Serie PERRY RHODAN NEO. Eine weitere Zusammenarbeit ist fest geplant.

In all ihren phantastischen Romanen konzentriert sich Uschi Zietsch in erster Linie auf einfühlsame Charakterisierungen und die Beschreibung fremder Völker. »Um eine Figur dem Leser näher zu bringen«, sagt sie, »braucht sie eine gewisse Tiefe. Und was für einzelne Personen gilt, trifft in der Science Fiction auch auf ganze Völker zu. Ich liebe es, ihre Sitten und Gebräuche darzulegen, ihr Sozialgefüge zu schildern – es ist eine Freiheit, wie sie nur die Science Fiction bietet!«

Diese Freiheit nutzt sie ebenso bei ihren anderen Projekten: Bei den Fantasy-Serien »Elfenzeit« und »Schattenlord« war sie für die gesamte Konzeption zuständig und steuerte die wichtigsten Romane bei. Bei Bastei-Lübbe erschien darüber hinaus ihre Fantasy-Trilogie »Die Chroniken von Waldsee« sowie in sich abgeschlossene Einzelbände aus derselben Welt. Unter ihrem Pseudonym Prisca Burrows beschäftigte sich die Autorin zudem mit den sogenannten Halblingen und ihrer Kultur.

In jüngster Zeit entwickelte sie ihren eigenen Fabylon-Verlag weiter. Ein wachsendes Hörbuch- und E-Book-Programm ergänzt die bisherige Arbeit.